Österreichs Industrie spart Wasser

Aktuelle Studie über Wasserverbrauch in Industrieunternehmen Betriebe durch hohe Investitions- und Betriebskosten belastet

Wien (PWK) - Ein Drittel der in einer Studie der Bundessektion Industrie der Wirtschaftskammer Österreich untersuchten Industrieunternehmen hat bereits Maßnahmen zur Reduktion des Wasserverbrauches gesetzt oder plant dies für die nahe Zukunft. Geänderte Produktionsprozesse, Kreislaufführungen sowie innerbetriebliches Wassermanagement tragen wesentlich zur nachhaltigen Wassereinsparung bei. Wassersparmaßnahmen bringen den Unternehmen durch den geringeren Wasserverbrauch und die reduzierten Abwassermengen langfristige ökonomische Vorteile. ****

In manchen Produktionszweigen sind allerdings weitere, auch ökologisch kaum mehr ins Gewicht fallende Reduktionen des Wasserverbrauchs technisch nicht mehr möglich oder nur mit überproportional hohen Kosten zu erreichen. So steigen in der chemischen Industrie die Kosten für zusätzliche Maßnahmen zur Reduktion des spezifischen Wasserverbrauchs gegenüber den bisher dafür getätigten Investitonen um den Faktor 3.

Diese Ergebnisse wurden am Mittwoch im Rahmen des "Industrieforums Umwelt" der Bundessektion Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich präsentiert. Die Studie untersucht die Aspekte und Entwicklungen der Wasserversorgung in sieben Industriezweigen, nämlich der Stein- und keramischen Industrie, der Glasindustrie, der chemischen Industrie, der Papierindustrie, der Nahrungs- und Genußmittelindustrie, der Eisen- und Metallwarenindustrie und der Textilindustrie. Ausgewertet wurden die Erhebungen von der Ziviltechnikergesellschaft Erhart-Schippek, Mascha & Partner, Mödling/Graz, sowie von Univ.Doz. Dr. Andreas Windsperger vom Forschungsinstitut für Chemie und Umwelt der TU Wien.

"Für die Industrie als größtem Wasserverbraucher Östereichs ist schonender Umgang mit dieser wertvollen Ressource sowohl aus ökologischen als auch aus ökonomischen Gründen wichtig. Die Realisierung der großteils freiwilligen Maßnahmen erfordert von den Unternehmen jedoch hohe Investitionen und zieht beträchtliche Folgekosten nach sich", faßt die Studie zusammen.

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Bundessektion Industrie

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