Wien wird Schwesterstadt von San Francisco

Wien (OTS) - Während die Wiener Stadtregierung bisher mit internationalen Partnerschaften sehr zurückhaltend war, haben zwei wichtige Organisationen, die die lesbisch/schwule Bevölkerung vertreten, eine umfassende Partnerschaft abgeschlossen. Der CSD Wien, Veranstalter der Regenbogen Parade, und San Francisco Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender Pride Celebration Committee Inc. (kurz San Francisco Pride) gaben am 7. April offiziell bekannt, daß Wien und San Francisco ab sofort "Schwesterstädte" sind. "Wir freuen uns ganz besonders eine derart schöne und lebenswerte Stadt als Partnerin gewinnen zu können, vor allem weil San Francisco eine der wichtigsten Städte in der Lesben- und Schwulenbewegung ist. Was Rom für die katholische Kirche darstellt, ist San Francisco für Lesben und Schwule," meint Robert Kastl, Pressesprecher des CSD Wien.

Die Partnerschaft umfaßt neben dem Austausch von Erfahrungen und Informationen vor allem gegenseitige Anerkennung und Unterstützung der Aktivitäten. Dies reicht von gegenseitiger Werbung bis hin zu speziellen Reiseangeboten für BesucherInnen und ZuschauerInnen der Regenbogen Parade in Wien und der San Francisco Pride. Die Paraden sind natürlich auch zeitlich aufeinander abgestimmt: San Francisco am 28. Juni 1998 auf der Market Street, Wien am 4. Juli 1998 auf der Ringstraße.

Während die Regenbogen Parade in Wien 1998 gerade ihren 3. Geburtstag feiert, kann San Francisco auf eine 28jährige Paraden-Tradition zurückblicken. Und über die Jahre hat sich die Pride Veranstaltung in San Francisco zu einem Mega-Event entwickelt. 500,000 Personen waren 1997 dabei, für heuer werden 600,000 erwartet. Doch auch die Regenbogen Parade kann durchaus stolz auf ihre Entwicklung sein. Deborah Oakley-Melvin, Präsidentin von San Francisco Pride, meinte nach Beobachtung der Wiener Parade: "Das Pride Committee von San Francisco freut sich ganz besonders mit einer unglaublich schnell wachsenden Wiener Parade zu kooperieren. Wir sind beeindruckt von dem, was in Österreich zur Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bis und Transgenders bereits erreicht wurde und wir hoffen, daß diese partnerschaftliche Zusammenarbeit auch die Beziehungen zwischen unseren Städten und Ländern verstärken wird. Dies soll eine globale Bewegung durch hervorragende, lokale Veranstaltungen werden:
Für gleiche Rechte!" Heuer werden 60,000 Leute am Ring erwartet.

Rückfragen und Informationen: Robert Kastl tel.: 0664-412 11 61

email: robert@gay.at

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