Wirksamer Hochwasserschutz für Wohngebiete:

Land startet Bauprogramm um 65 Millionen Schilling

St.Pölten (NLK) - Nach dem Hochwasser im Juli des vergangenen Jahres sollen nun die gefährdeten Wohn-, Siedlungs- und Industriegebiete Niederösterreichs einen möglichst sicheren Hochwasserschutz erhalten. Gleichzeitig soll bei vielen Bächen und Flüssen der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden. Das Bauprogramm des Landes sieht für diese Maßnahmen rund 65 Millionen Schilling Gesamtbaukosten vor. Die Finanzierung erfolgt gemeinsam durch Bund, Land und Interessenten. Beispielsweise werden zur Zeit entlang der Traisen, in St.Pölten-Harland, Wilhelmsburg und Lilienfeld die seit Jahren vorliegenden ökologischen und wasserbautechnischen Projekte zum Schutz gegen Hochwasser realisiert. In Lilienfeld wird der Hochwasserschutz rund 50 Millionen Schilling kosten. Im Einzugsgebiet des Gablitzbaches
wird demnächst mit den Bauarbeiten des "Rückhaltebeckens Gablitz" begonnen. Die Kosten belaufen sich auf 15 Millionen Schilling. Am Kamp im Gemeindegebiet von Etsdorf-Haitzendorf soll durch den
Einbau von Querwerken die Stabilität der Flußsohle gewährleistet werden. Damit werden die Altarme, die im Zuge der Regulierung des Kamps in den Jahren 1960 bis 1970 abgetrennt wurden, wieder aktiviert. Im Industrieviertel werden der Schwechater Hochwasserschutz mit Kosten von 42,5 Millionen Schilling, das "Natschbach Wartmannstetten Rückhaltebecken" um 19 Millionen Schilling und der 33 Millionen Schilling teure "Petersbach Maria Lanzendorf Hochwasserschutz" gebaut. Auch der "Triesting Hochwasserschutz Fahrafeld" bei Pottenstein wird neu begonnen. Die Gesamtkosten betragen rund 25 Millionen Schilling, das Bauprogramm sieht in einer ersten Tranche 3 Millionen Schilling vor. Weitere Maßnahmen: der Umbau der Kaiserablässe in Achau, der in einigen Wochen beginnen soll, und die Instandsetzung des Kronsegger Rückhaltebeckens in Langenlois im Herbst. Kostenpunkt für das Kronsegger Rückhaltebecken: 40 Millionen Schilling.

"Wir werden in Niederösterreich künftig unser Hauptaugenmerk auf die regulierten und natürlichen Gewässer legen. Unser Ziel ist es, einen Kompromiß zwischen einem optimalen Hochwasserschutz und der Erhaltung und Wiederherstellung der natürlichen Abflüsse zu finden", begründet Hofrat Dipl.Ing. Karl Dimmel von der Abteilung Wasserbau die Maßnahmen des Landes.

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