Österreich: Spaß auf Rollen und Rädern Wien (ÖRK) - Die einen gleiten mehr oder weniger elegant auf ebenen Asphaltflächen dahin, die anderen lassen sich bei Fahrten

ins Tal über Stock und Stein gehörig durchrütteln. Für beide kommt des Ende der Fahrt oft überraschend. Gar nicht so selten finden sich Inlineskater oder Mountainbiker nach einem Sturz sogar im Krankenhaus wieder, weiß Dr.Heinz Peter Slatin, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes: "80 Prozent der verletzten Inlineskater müssen ambulant behandelt werden. Bei den Mountainbikern sind es immerhin noch 20 Prozent."

Im Vorjahr verletzten sich etwa 8.600 Inlineskater. In den meisten Fällen waren es Einzelstürze, Unfälle nach Kollisionen sind eher selten. Zu den häufigsten Verletzungen zählen Knochenbrüche, Quetschungen und Sehnen- oder Muskelverletzungen. Betroffen sind
vor allem Hände und Handgelenke, Arme, Ellbogen, Füße, Beine und der Kopf.

"Inlineskater erreichen Geschwindigkeiten bis zu 50 Stundenkilometer. Ein Aufprall des ungeschützten Körpers auf Asphalt kann verheerende Folgen haben. Von Hautabschürfungen bis zum Schädel-Hirn-Trauma ist alles möglich", so Slatin. "Das Verletzungsrisiko kann beim Inlineskaten leicht durch die richtige Schutzkleidung verringert werden. Helm, Handschuhe oder Handgelenksschützer, Ellbogen- und Knieschützer gehören unbedingt dazu."

Auch Mountainbiker leben gefährlich. Etwa 3.000 mußten im Vorjahr nach Unfällen versorgt werden. Mehr als die Hälfte davon erlitt Knochenbrüche, am zweithäufigsten waren Verletzungen am Schlüsselbein. "Schutzkleidung, zum Beispiel ein Helm, ist hier genauso angeraten wie bei den Inlineskatern", so Slatin. "Neben einer guten allgemeinen Fitneß gibt es noch einige andere Punkte
zu beachten: Die meisten Verletzungen entstehen nach Stürzen über Hindernisse. Biker sollten sich daher auf die Bodenverhältnisse konzentrieren und die Geschwindigkeit den Verhältnissen anpassen. Vorsicht ist auch bei Engstellen geboten. Die ersten Anzeichen von Ermüdung sollten nicht mißachtet werden, also rechtzeitig eine Rast einlegen. Außerdem sollte sich niemand selbst überschätzen. Es kann der Gesundheit sehr dienlich sein, auch einmal abzusteigen und das Rad zu schieben, anstatt etwas zu riskieren und sich dabei zu verletzen."

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