CHIP enthüllt: Mit geringem Aufwand kann jedermann Pager abhören und falsche Nachrichten senden

München (ots) - Den Nutzern sogenannter "Pager", handlichen Textempfängern für die Hosentasche, droht der Lausch- und Störangriff: Mit geringem Aufwand kann jeder Interessierte Mitteilungen abhören. Das Computermagazin CHIP warnt in seiner aktuellen Ausgabe (erhältlich ab 6. April) zudem vor "Pager-Piratensendern": Schwarzfunkern, die sich einen Spaß daraus machen, falsche Nachrichten zu senden.

"Cityruf", "Scall", "Skyper", "Quix" und "Telmi" heißen die praktischen Piepser, die bereits in den Taschen von rund 1,5 Millionen Bundesbürgern stecken. Neben belanglosen Mitteilungen werden dabei auch immer mehr wichtige Informationen über den Äther geschickt, betont CHIP-Chefredakteur Rainer Grabowski: "Einige Ärzte und Feuerwehrleute erhalten so ihre Anweisungen für den Ernstfall, in der chemischen Industrie rufen defekte Maschinen via Pager den Techniker."

Ein PC genügt, um die Daten aufzuzeichnen und auszuwerten, die ein wenige hundert Mark teurer und legal erhältlicher Funkscanner aus dem Äther fischt. Wie der Lauschangriff funktioniert, ist im Internet inklusive Schaltplan dokumentiert. Auch der "verschlüsselte" Skyper-Dienst von TMobil ist davor nicht sicher. Hier verschieben sich die Zeichenfolgen nur um einen Buchstaben: Aus "IBM" wird "HAL".

Mit einer Amateurfunkausrüstung wird aus der Lauschantenne ein Piratensender, der in einschlägigen Internet-Newsgroups auch gebrauchsfertig im Angebot ist. Weil den Nachrichten die Gerätekennung des Empfängers vorausgeht, braucht der Schwarzfunker nur eine Weile mitzuhören, will er Nutzer in seinem Stadtteil mit Falschmeldungen düpieren. Modernen Pager-Diensten könnte auch ihr Funktionsumfang zum Verhängnis werden: Telmi-Geräte lassen sich etwa mit Steuersequenzen konfigurieren. "Wenn sich jemand die Mühe macht, die Steuercodes herauszufiltern und mit einem Sender im Auto spazierenfährt, kann er in einer Großstadt leicht ein paar hundert Service-Fälle produzieren", erläutert Grabowski.

Sein Tip an alle Pager-Nutzer: "Keine vertraulichen Nachrichten via Pager senden, Mitteilungen wie 'Ich bin im Urlaub' nur ohne Adreß- und Telefonangaben verschicken und ungewöhnlichen Meldungen mißtrauen."
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ots Originaltext: Chip
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