FV Maschinenindustrie senkt Umlage degressiv auf 1,2 Promille

Signalwirkung für andere Verbände Asienkrise wirkt sich kaum auf die Branche aus

Wien (PWK) - Der größte industrielle Fachverband der Wirtschaftskammer, der Fachverband der Maschinen- und Stahlbauindustrie Österreichs (FMS), reduziert als erster seine Umlage degressiv auf nunmehr höchstens 1,2 Promille der Lohn- und Gehaltssumme der Mitgliedsfirmen. Dies hat der Fachverbandsausschuß des FMS auf Empfehlung des Vorstehers Clemens Malina-Altzinger in seiner Sitzung vom 2. April dieses Jahres beschlossen. ****

Das neue Umlagemodell sieht eine Senkung für Firmen mit mehr als 250 Beschäftigten auf 1 Promille bis 0,6 Promille für Firmen über 1.000 Beschäftigte vor und ergibt damit für den Fachverband Mindereinnahmen von ca. 13 Prozent. Für die Mitgliedsfirmen sinkt die Umlage hingegen bis zu 40 Prozent der bisherigen Summe. Die Einhebung der Umlage erfolgt weiterhin durch die jeweilige Landeskammer.

Der aktuellen Senkung der Umlage geht ein Fitness- und Flexibilisierungsprogramm voraus, daß es heute erlaubt, trotz Mindereinnahmen den in jüngster Vergangenheit ausgebauten Leistungsumfang des Verbandes für seine Mitglieder zu halten. Dazu zählen neben der internen Personalplanung auch die Gründung eines Betriebes der gewerblichen Art und ein aktives Finanzmanagement.

Das neue Umlagemodell - es soll ab 1999 gelten - ist eine Fortsetzung der Umlageentwicklung, die in den Jahren 1976-1992 bereits eine Reduzierung der Umlagenhöhe um knapp 56 Prozent gebracht hat.

Was die konjunkturelle Entwicklung der Branche betrifft, so rechnet der FMS heuer mit einem Wachstum von real 3 Prozent. Positiv hat sich im vergangenen Jahr der Außenhandel entwickelt. Die Exporte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 9,3%. Die Finanzkrise in den südostasiatischen Ländern wird sich laut einer Umfrage bei den FMS -Mitgliedsfirmen mittelfristig nur gering auswirken. Die zum Teil aufgeschobenen oder zurückgestellten Projekte in Südostasien konnten durch Erfolge in anderen Regionen wettgemacht werden. Erst für 1999 könnten die Krise in Südostasien leichte Auswirkungen zeigen.

Insgesamt gingen die Exporte der heimischen Maschinen- und Stahlbauindustrie in die 9 ASEAN-Staaten im Vergleich zu 1996 nur um 0,4 Prozent auf 2,56 Milliarden Schilling zurück. Auch nach Südkorea zeigten die österreichischen Exporte im Bereich Maschinen- und Stahlbau 1997 mit einem Plus von 4,1 Prozent keine negativen Auswirkungen. Die ASEAN-Länder hatten an den österreichischen Maschinen- und Stahlbauausfuhren 1997 einen Anteil von 2,6 Prozent. (Schluß) mh

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