Gewerbeverein: Pfuscher - die naive Sicht der Gewerkschaft Bau-Holz

Wien (OTS) - In der Feindbildproduktion waren ja die Genossen
stets sehr kreativ - so der Österreichische Gewerbeverein. Nach den Aussendungen von Bundeministerin Hostasch und GBH-Chef Driemer ist die Schwarzarbeit eine Domäne der Wirtschaft. Mitnichten: Die Realitätsferne der in noblen Wohngegenden residierenden SPÖ-Funktionäre ist deutlich.

Wenn in Fünfhaus etwa, slowakische Pfuschergruppen - ohne österreichische Chefs - ungefragt ihre Leistungen der Stiegenhaus-bis hin zur Fassadenrestaurierung zu Dumpingpreisen anbieten - dann liegt das bestimmt nicht im Interesse der Wirtschaft. Es zeigt vielmehr ein Versagen der Behörden auf, das es ermöglicht, seelenruhig am Gehsteig einer vielbefahrenen Straße als Pfuscherpartie arbeiten zu können, ohne daß eine Sanktionierung erfolgt.

Herr Driemer sollte demnach seine "Schwarzarbeitgeber" selbst suchen lassen, er hat den direkten Draht zur Genossin Hostasch. Die Wirtschaft - sehr geehrter Herr Driemer - hat sich schon aus Existenzgründen stets von der Schwarzarbeit distanziert. Einsatzkommandos zu stellen, die 'freivagabundierende' Pfuscher ausfindig machen, ist nicht ihre Aufgabe. Die Wirtschaft muß nämlich permanent produktiv arbeiten, um jene Steuergelder aufzubringen, die der Staat dann nicht zweckmäßig einsetzt oder einsetzen will, um slowakische Pfuschergruppen aufzuspüren.

Daß die Bauarbeiter im Rahmen der EU-Osterweiterung möglicherweise Lohneinbußen akzeptieren werden müssen, steht auf einem anderen Blatt. Sicher stimmt Driemer's Zitat "Mit billigen Arbeitskräften konnte sich noch keine Firma vor der Pleite retten." Es gilt aber auch, daß 'teure Arbeitskräfte zahlreiche Pleiten verursachen."

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