Wo der Osterhase zuhause ist

Distelverein bewahrt Lebensräume

St.Pölten (NLK) - Die Kinder von morgen sollen den Osterhasen
nicht nur aus Schokolade und im Goldpapier kennen. Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, denn der Feldhase, das klassische Symbol für Ostern, droht auszusterben, er ist in weiten Teilen des Landes schon so dezimiert, daß er nicht mehr gejagt werden kann. Daher fordern Jäger, Naturschützer und Bauern, daß bei der Erstellung des ÖPUL 2000, des neuen Umweltprogrammes für die Landwirtschaft, auf die Verbesserung der Lebensräume für Wildtiere und Pflanzen mehr Rücksicht genommen wird. Wie es geht, das zeigen die Projektgebiete des Distelvereines.

In Gebieten, wo Biologen des Distelvereines gemeinsam mit
Bauern und Jägern ein Netz von Biotopen pflegen und damit eine reichstrukturierte Kulturlandschaft schaffen, braucht einem um die Zukunft des Hasen nicht bange zu sein. Wo Hecken, Säume, Brachen und Bäche das Ackerland durchziehen, findet er Nahrung, Nistplatz und Versteck, dort kann er gedeihen. Und wo der Hase überlebt, fühlen sich auch Rebhuhn, Marienkäfer und Schmetterling wohl, gedeihen Adonisröschen, Schwarzkümmel und Kornblume.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz nannten heute Niederösterreichs Landesjägermeister Dr. Christian Konrad, Landwirtschaftskammer-Präsident Rudolf Schwarzböck, WWF-Geschäftsführer Dr. Günther Lutschinger und Distelverein-Obmann Rudolf Votzi die Wünsche an ÖPUL 2000. Dazu gehören Landschaftselemente und Biotopentwicklungsflächen mit 20jähriger Stillegung, die Bereitstellung von Flächen für ökologische Ziele, ein Angebot von regionalen Programmen zum Schutz spezieller Arten und Lebensräume sowie die Bindung der Elementarförderung an die Anlage von Landschaftselementen bzw. ein Zuschlag für Landschaftsgestaltung zur Elementarförderung.

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