Cerwenka: Weitere Bemühungen um EU-Förderungen für Bezirk Tulln

Anstrengungen um Aufnahme von Kirchberg in Vb-Fördergebiet werden fortgesetzt

St. Pölten, (SPI) - Bei der Festlegung der Zielgebietskulisse für die Strukturfonds der Europäischen Union für die laufenden Regionalförderprogramme wurde die Grenzziehung im Weinviertel so gewählt, daß das Ziel 5b-Gebiet im Süden mit der Bezirksgrenze des Bezirkes Hollabrunn zum Bezirk Tulln endet.****

"Im Gegensatz dazu, kommt eine von der Sektion IX des Bundesministeriums für wirtschaftliche Angelegenheiten in Auftrag gegebene Studie zu dem Ergebnis, daß gerade die Gemeinden des Bezirkes Tulln nördlich der Donau einen weit engeren funktionellen und räumlichen Bezug zu dem im Norden gelegenen Bezirk Hollabrunn haben als zum übrigen Bezirk Tulln, der südlich der Donau gelegen ist", stellt der Tullner SP-Abg. Helmut Cerwenka heute fest. Damit eng im Zusammenhang stehen auch wirtschaftliche und soziale Basisdaten dieses Gebietes, das den Gerichtsbezirk Kirchberg am Wagram bildet. Diese Daten sind jenen des Bezirkes Hollabrunn und damit dem anerkannten 5b-Gebiet sehr ähnlich. Daher kommt die angeführte Studie auch zum Schluß, daß bei einer Neufestsetzung der Zielgebietsförderungen gerade dieses Gebiet in die "Weinviertelbetrachtung" mit einbezogen werden sollte, da hier zweifelsfrei idente Entwicklungsdefizite vorliegen.

"In Kenntnis der Tatsache, daß es im Bereich der Regionalförderung zu einer deutlichen Strukturreform kommen wird, dies schon
aufgrund des Umstandes, daß Österreich wie auch andere Länder ihre Beitragszahlungen mit 1,27 % des BIP einfriert und damit
sicherlich insgesamt eine Reduktion der Fördergebiete notwendig werden wird, sollte jedenfalls bei der Erstellung einer neuen Fördergebietsabgrenzung danach getrachtet werden, daß der Gerichtsbezirk Kirchberg des politischen Bezirkes Tulln mit dem Bezirk Hollabrunn als eine wirtschaftliche und strukturelle
Einheit gesehen wird und damit auch eine entsprechende Berücksichtigung in einer Förderkulisse oder aber auch in einem etwaigen Grenzlandsonderprogramm finden wird", so Cerwenka weiter.

"Unsere Bemühungen, daß diesen Umständen nun Rechnung getragen wird, werden fortgesetzt. Verwaltungsgrenzen entsprechen nicht
immer den sozioökonomischen, kulturellen und funktionellen Verflechtungen der Region - diesem Umstand wollen wir nun
verstärkt Rechnung tragen", so Cerwenka abschließend.
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