- 02.04.1998, 10:00:55
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Gebert: Masterplanung Flughafen Wien AG - Chance und Gefahr für die Region
Raum- und Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig - dritte Piste nicht ohne Zustimmung der Bürger
St. Pölten, (SPI) - Seit zwei Jahren wird an der Masterplanung -
dem bis zum Jahr 2015 reichenden Ausbaukonzept des Flughafen
Schwechats - gearbeitet. Gestern erfolgte nun die Präsentation des
Masterplans 2015 im Rahmen des Nachbarschaftsbeirates der Region,
in welchem alle Bürgermeister der betroffenen Gemeinden vertreten
sind. Bis zum Jahr 2015 erwartet der Flughafen Schwechat eine
gewaltige Steigerung seines Transportaufkommens. Die
Passagierzahlen sollen von derzeit etwa 10 Millionen auf rund 25
Millionen Passagiere im Jahr 2015 ansteigen, beim Frachtaufkommen
wird ein Ansteigen von derzeit 181.000 Tonnen auf 441.000 Tonnen
erwartet. Der Masterplan ist dabei die Konzeption der notwendigen
Ausbauvorhaben und eine Darstellung jener Projekte -
einschließlich einer dritten Piste -, welche bis zum Jahr 2015
verwirklicht werden sollen. Heute stellt der Vorstand der
Flughafen Wien AG die Masterplanung bei einer Pressekonferenz am
Flughafen Schwechat der Öffentlichkeit vor.****
"Der Masterplan 2015 ist ein gewaltiger Eingriff in die Struktur
der Region und bedingt als begleitende Maßnahme ein völlig neues
Entwicklungskonzept für die betroffenen Gemeinden. Neben der
entsprechenden Konzeption der benötigten Verkehrsinfrastruktur ist
hier besonders auf die Raumordnung und auf die Auswirkungen für
die Bevölkerung bedacht zu nehmen", fordert heute der Schwechater
SP-Abg. Richard Gebert im Namen der im Nachbarschaftsbeirat
vertretenen Bürgermeister.
"Die Masterplanung birgt die Chance der Schaffung tausender
Arbeitsplätze - allerdings auch die Gefahr, beispielsweise die
ohnehin gespannte Verkehrssituation zu verschärfen. Im Rahmen
dieser Ausbaumaßnahmen der Flughafen Wien AG muß für die Region
sichergestellt werden, daß die Anrainer nicht noch stärker
belastet werden und parallel zügig an der Lösung der
Verkehrsprobleme gearbeitet wird. Hier bestehen seitens der
Anrainergemeinden die ärgsten Bedenken, daß dieser Forderung nicht
genügend Augenmerk geschenkt wird", so Gebert weiter.
"Selbstverständlich muß auch gewährleistet werden, daß die
vorgeschlagenen Varianten im Detail - beispielsweise betreffend
der Flugbewegungsplanung - noch genau zu erläutern sind, damit die
Bevölkerung auch wirklich umfassend informiert werden kann. Als
unsere zentrale Forderung darf gelten, daß der Bau der dritten
Piste - als Schlußpunkt der umfassenden Ausbauvorhaben - nur nach
Durchführung einer Raum- und Umweltverträglichkeitsprüfung
durchgeführt wird. Die Interessen der Gemeinden und der
Bevölkerung müssen bei diesem Projekt eine hohe Priorität
genießen", schloß Gebert.
(Schluß) fa
Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Tel: 02742/200
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