Rektorenkonferenz legt faules Osterei

Wien (OTS) - Ut: Pünktlich zu Ferienbeginn wieder die alte Leie=

Die HochschülerInnenschaft an der Universität Wien
spricht sich massiv gegen die Pläne der Rektorenkonferen aus. Das Ziel ist die Anzahl der Studierenden entweder über einen Numerus Clausus oder über Studiengebühren zu senken, obwohl die AkademikerInnenquote in Österreich noch immer unter dem OECD-Durchschnitt liegt. Diese Vorschläge sind eine Kampfansage gegen den freien Hochschulzugang. Besonders betroffen wären davon sozial benachteiligte Gruppen. Des weiteren befürchtet Silvia Stuppäck, Vorsitzende der HochschülerInnenschaft an der Universität Wien, daß auch der Frauenanteil an der Universität wieder sinken würde. Die Aufnahme eines bestimmten Studiums bedeutet immer ein gewisses finanzielles Risiko. "Jede Art von Zugangsbeschränkung wird mehr zukünftige Studierende, insbesondere aus sozial schwächeren Gruppen, davon abhalten, ein Studium überhaupt zu beginnen", so Stuppäck.

Der Zeitpunkt zur Forderung nach einem Numerus Clausus und einer Eliten-Universität scheint zu Beginn der Osterferien nicht zufällig gewählt zu sein. Heiße Themen werden immer dann angefaßt wenn Proteste der Studierenden aus Ferien-Gründen unmöglich sind.(Siehe Semesterferien '96/Sparpaket). Zeitlich gesehen fällt dieser Termin auch in die immer intensiver geführte Debatte über die Erstellung der Studienpläne. Im Rahmen dieser Neuerungen ist es ein Leichtes, Knock out-Prüfungen oder weitere Zugangsbarrieren einzuführen (siehe Ringvorlesung auf der Psychologie).

Die HochschülerInnenschaft an der Universität Wien spricht sich vehement gegen jegliche Form der Zugangsbeschränkung aus. Weder Studiengebühren noch ein Numerus Clausus können eine sozial gerechte Lösung sein.

Rückfragen: das Vorsitzendenteam der ÖH (Silvia Stuppäck, Eva Krivanec, Silvia Pernsteiner) unter +43 1 42 77 / 195 20 oder / 195 21 oder / 195 22 --

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