Peter Rapp: 55,55 Millionen Schulden

Anlage erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen den beliebten Entertainer Peter Rapp Vorausmeldung zu NEWS 14/2.4.98

Wien (OTS) - NEWS zitiert in seiner heute erscheinenden Ausgabe
aus der Anklageschrift, die bei der Hauptverhandlung am 28. April zur Verlesung kommen wird. Rapp wird darin des "Verbrechens der Untreue, des Verbrechens des schweren Betruges, des Verbrechens der betrügerischen Krida sowie des Verbrechens der fahrlässigen Krida" bezichtigt. Insgesamt hat Rapp laut Anklage eine Gesamtsumme von 55.55 Millionen an Verbindlichkeiten (als Einzelperson 36,7 Millionen und als GesmbH-Geschäftsführer 18,8 Millionen.)

Rapp hatte aufgrund seiner prominenten Fernsehtätigkeit stets großzügige Kredite bekommen. Laut Staatsanwaltschaft geriet Rapp "trotz seines exzellenten Einkommens aufgrund seiner Unterhaltsverpflichtungen in Zahlungsschwierigikeiten, die er durch Kreditbenützung - scheinbar - beheben konnte. Hauptursache seiner letzlich finanziell trostlosen Situation war jedoch einerseits die Tatsache, daß sich Peter Rapp zum Erwerb und Umbau der Liegenschaft in Großrußbach entschloß, was bei weitem seine finanziellen Möglichkeiten sprengte, andererseits war die Tatsache, daß er erkleckliche Summen in diversen Casinos in Wien, Baden und Velden verspielte, hiefür ausschlaggebend".

Das Schöffengericht muß jetzt am 28. April klären, ob ein Geldinstitut, das ohne rechtzeitige Sperre der Konten lange Zeit Kredite gewährte, überhaupt geschädigt wurde. Weder die Banken noch Visa haben Anzeige erstattet. Rechtlich zu klären ist auch, warum die Institute jahrelang Kredite - 55 Millionen - gaben, ohne bestehende Schulden abdecken zu lassen. Weiters wird sich das Gericht damit beschäftigen, daß Peter Rapp bisher jeden betrügerischen Verbrechensvorwurf geleugnet hat.

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