Kamptal feiert 150. Geburtstag von Johann Krahuletz:

Frühlingserwachen im Kulturpark mit Erlebnispunkten

St.Pölten (NLK) - Mit einem großen "Frühlingserwachen" feiert
der Kulturpark Kamptal am Palmsonntag, 5. April, den 150.
Geburtstag des Eggenburger Heimatforschers Prof. Johann Krahuletz. Außerdem werden die beiden Erlebnispunkte "Die Brunnstube von Eggenburg" und "Der Schindergraben von Eggenburg" eröffnet. Die "Brunnstube" zeigt versteinerte Reste von Meeresorganismen wie Muscheln, Schnecken, Seepocken und Seeigeln, die noch heute von
der Existenz des Eggenburger Meeres vor 20 Millionen Jahren
zeugen. Stürme haben Plattmuscheln, Venus- und Herzmuscheln und Turmschnecken angeschwemmt und unter feinem Sand lebendig
begraben. Suchen und Sammeln ist hier erlaubt. Auch der "Schindergraben" bietet versteinerte Schalen von Muscheln und Seepocken und ist somit Zeugnis des Eggenburger Meeres. Hier
machte Johann Krahuletz den weltbekannten Sensationsfund eines vollständig erhaltenen Krokodilschädels und fand auch die Reste einer nach ihm benannten Seekuhart. Außerdem werden unter anderem noch eine Krahuletz-Gedächtnisausstellung eröffnet, und ein Wanderweg führt auf die Spuren des Forschers.

Johann Krahuletz wurde am 3. November 1848 in Eggenburg geboren und war eigentlich Büchsenmacher. Seine Leidenschaft galt aber dem Erforschen von urgeschichtlichen Altertümern und seltenen Gegenständen. Höhepunkt seiner Forschungsarbeit war der Fund eines Krokodilschädels. 1895 beschloß die Österreichische Akademie der Wissenschaften diesen Erstfund als "crocodilus Eggenburgensis" zu bezeichnen und ihm den Beisatz "Krahuletzi" zu geben.

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