Bibliotheksdirektor und Zeitgeschichte-Pionier

Hermann Riepl ein Sechziger

St.Pölten (NLK) - Dieser Tage (3. April) feiert der ehemalige Direktor der NÖ Landesbibliothek, Hofrat i.R. Prof. Dr. Hermann Riepl, seinen 60. Geburtstag. In Hollabrunn als Bauernsohn
geboren, studierte Riepl nach der Matura am Bundesgymnasium Hollabrunn an der Wiener Universität Publizistik, Germanistik und Geschichte. Nach kurzer Tätigkeit bei einer Wiener Tageszeitung trat Riepl 1963 in die NÖ Landesbibliothek ein, deren Leitung er 1989 übernahm. Hofrat Riepl trug wesentlich zum Ausbau der NÖ Landesbibliothek zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb bei und intensivierte die Öffentlichkeitsarbeit, was zu einer regen Ausstellungstätigkeit in Niederösterreich, in Ungarn und vor allem im Foyer der Landesbibliothek selbst führte. In seine Direktionszeit fielen auch wichtige Entscheidungen bezüglich Planung und Errichtung des Bibliotheksneubaues in St.Pölten. 1996 trat Riepl krankheitsbedingt in den Ruhestand.

Riepls Interesse galt immer der Zeitgeschichte. Seine vielbeachtete zweibändige Geschichte des Landtages von Niederösterreich wird von vielen als Beginn der niederösterreichischen Zeitgeschichteforschung angesehen. Diese
und seine bis heute an die hundert weiteren Publikationen
verliehen ihm das Ansehen eines niederösterreichischen Landeshistorikers. Er ist heute Präsident des Vereins für Landeskunde von Niederösterreich, einem der ältesten wissenschaftlichen Vereine Österreichs.

Hofrat Riepl wurde mehrfach ausgezeichnet: Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (1975), Leopold-Kunschak-Preis (1987), Berufstitel Professor (1990) und Silbernes Komturkreuz für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich (1996).

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