Ausstellung Archäologie und Straße

Idee der Straßenbauabteilung wurde verwirklicht

St.Pölten (NLK) - Seit 19. März ist im Erdgeschoß der Straßenbauabteilung 2 in Tulln die Ausstellung "Archäologie und Straße - Verkehrsknoten Carnuntum" zu sehen. Gestaltet wurde die Schau von Univ.Prof. Dr. Werner Jobst, dem für die römischen Ausgrabungen in Niederösterreich zuständigen Landesarchäologen. Die Ausstellung kam nach einer Idee von Beamten der Straßenbauabteilung zustande, die ihr Amtsgebäude in Tulln von "amtlicher Sterilität" befreien und mit Hilfe einer kulturellen Schau attraktiver gestalten wollten. Drei Räume im Erdgeschoß boten sich dazu an, die ständige Verknüpfung des Straßenbaues mit der Archäologie darzustellen: Sowohl beim Bau der Kremser Schnellstraße als auch im Verlauf der Errichtung der B 9 im
Bereich Carnuntum und bei vielen anderen Straßenbauten gab es zahlreiche Funde, die wissenschaftlich aufgearbeitet wurden und Eingang in die Museen gefunden haben. Mit dem "Verkehrsknoten Carnuntum" wurde ein Ausstellungszyklus begonnen, der in den nächsten Jahren mit anderen Unterthemen fortgeführt werden soll.

"In dieser ersten Ausstellung habe ich versucht, das Thema aus Fundreserven des Archäologieparks Carnuntum aufzubereiten", berichtet Prof. Jobst über seine Arbeit. Man lernt hier Wissenswertes über Straßenbautechnik, über Pferdegeschirr, wie es zur Römerzeit üblich war, und wie Reisewagen aussahen. Auch die Handhabung von Geld wird gezeigt und die Art der damaligen Nachrichtenübermittlung. Auf Schautafeln werden die ausgestellten Funde dokumentiert und Zusammenhänge aufgezeigt. Zum erstenmal ist hier auch die Rekonstruktion der Römerstadt Carnuntum zu sehen,
die noch nie in der Öffentlichkeit komplett gezeigt wurde.

Für die Stadt Tulln stellt die Ausstellung in der Straßenbauabteilung 2 eine willkommene Ergänzung des kulturellen Angebotes dar. Denn das Limes-Museum, das den Bereich der
römischen Geschichte abdeckt, mußte für dieses Jahr aus dem Minoritenkloster ausgeräumt werden, weil das gesamte Haus für die große Schiele-Ausstellung benötigt wird.

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