ARBÖ warnt: Nach Reifenwechsel nicht auf Radmutterkontrolle vergessen

Wien (ARBÖ) - Die ARBÖ-Verkehrsjuristen machen aufmerksam: Nach einem Radwechsel sollte der Sitz der Radmuttern nach einer kurzen Fahrstrecke nochmals kontrolliert werden. Sollte aufgrund zu lockerer Radmuttern ein Verkehrsunfall verursacht werden, so
haftet der Fahrzeuglenker mit.

Konkreter Anlaß für diese Information des der ARBÖ-Verkehrsjuristen ist eine Entscheidung des Oberlandesgerichts
Wien. Ein Fahrzeugbesitzer ließ bei einer Tankstelle einen Reifenwechsel vornehmen, bei dem die Radmuttern händisch mit einem Kreuzschlüssel festgezogen wurde. In der Folge kam es wegen zu lockeren Radmuttern zu einem Lösen der Räder und dadurch zu einem schweren Verkehrsunfall. Insgesamt entstand dem Fahrzeugbesitzer
ein Schaden in der Höhe von 217.000 Schilling. Das Erstgericht machte den Betreiber der Tankstelle für den daraus entstandenen alleine Schaden haftbar, da er es verabsäumt hatte, den Fahrzeuglenker darauf hinzuweisen nach kurzer Fahrtstrecke den
Sitz der Radmuttern zu überprüfen.

Das Oberlandesgericht Wien stellte jedoch auch ein
Mitverschulden des Lenkers fest, da er bereits auf Grund der Fahrschulausbildung hätte wissen müssen, daß händisch angezogene Radmuttern nach kurzer Fahrtstrecke (ca. 50 km) auf ihre
Festigkeit zu überprüfen sind, erläutern die ARBÖ-Verkehrsjuristen.

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