Presse-Information zu den Begehungen des KKW Mochovc

Wien (OTS) - In Kürze soll die zweite Begehung des KKW Mochovce durch ein unabhängiges internationales Expertenteam unter österreichischer Leitung stattfinden. Ziel ist es, die Österreichische Bundesregierung und die Bevölkerung über den nunmehringen Zustand der Sicherheitsmaßnahmen und die erfolgten Nachrüstungen zu informieren.

Diese zweite Begehung ist unter anderem deshalb erforderlich, weil sich verständlicherweise nach zweieinhalb Jahren der Status des KKW Mochovce stark verändert hat und der Bericht der ersten Begehung nicht geeignet ist, den nunmehrigen Ist-Zustand des Kraftwerkes zu beschreiben.

Das Bundeskanzleramt hatte Ende 1995 den durch das Institut für Risikoforschung / Projekt Nukleare Sicherheit der Universität Wien erstellten Endbericht, internationalen Gebräuchen folgend, der slowakischen Seite zur Kommentierung zugestellt. Als 1997 noch immer keine Kommentare eingelangt waren, wurde der unkommentierte Bericht freigegeben und gelangte im August 1997 zur Publikation. Dies konnte bei denjenigen zu Mißverständnissen führen, die beispielsweise das Begehungsdatum nicht beachteten.

Darüber hinaus wurde kürzlich seitens des Betreibers Slovenske Elektrarne mitgeteilt, daß das seinerzeit dem internationalen Walkdown Team auf der KKW-Baustelle als Gesprächspartner zur Verfügung gestellte Kraftwerkspersonal zwar zum Kraftwerksbetrieb, nicht aber zu Konstruktionsfragen kompetent Auskunft zu geben in der Lage war. Daher seien bestimmte, auf Aussagen dieser Gesprächspartner beruhende, im Walkdown I Report aufgenommene Schlüsse der Experten unzulässig und für den Leser irreführend.

Diese und eventuelle weitere Irreführungen, welche durch den Walkdown I Bericht hervorgerufen wurden, lassen sich im Zuge des Walkdown II aus der Welt schaffen. Durch intensivere Vorbereitung der Begehung, Bereitstellung von kompetenten Gesprächspartnern nicht nur zu Betriebs-, sondern auch zu Konstruktionsfragen und der apriori Zusage der slowakische Seite, den Entwurf des Endberichtes innerhalb weniger Wochen zu kommentieren, sollen ähnliche Probleme diesmal vermieden werden.

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