Startschuss für Museumsquartier

Gehrer, Häupl: "Größter Kulturbau Österreichs wird endlich Realität"

Wien (OTS) Startschuss für den größten Kulturbau Österreichs heißt es am Donnerstag, den 2. April 1998, wenn erstmals die Bauarbeiten zum Museumsquartier beginnen. Nach der Zustimmung des Aufsichtsrats aus Vertretern der Republik Österreich und der Stadt Wien, den Bauauftrag an eine Arbeitsgemeinschaft der Österreich-Töchter der Firma Philipp Holzmann zu vergeben, kann das Projekt nach jahrelangen Diskussionen nun vom Architekten-Team Ortner & Ortner/ Wehdorn realisiert werden. ****

"Auch unendliche Geschichten finden manchmal ein happy end", zeigen sich die zuständigen politischen Vertreter Kulturministerin Elisabeth Gehrer und Wiens Bürgermeister Michael Häupl, die in den letzten Monaten wesentlich die Realisierung des Projekts vorangetrieben haben, zuversichtlich.

"Ich bin stolz darauf, dass es gelungen ist, nach mehr als
einem Jahrzehnt nach der ersten Wettbewerbsausschreibung (1986) dieses große Kulturprojekt in die Tat umzusetzen. Der Bau wird
eine Synthese von historischer und moderner Architektur
darstellen, die zwar in ihrer Erscheinungsform weniger
spektakulär, dafür aber umso dauerhafter und zeitloser gestaltet sein wird. Das Museumsquartier wird kein Museumskomplex für Aufgeregte, sondern ein vitales Zentrum kultureller Vielfalt",
sagte Gehrer.

Bürgermeister Häupl ist überzeugt, "dass Wien mit der Verwirklichung des Museumsquartiers mehr denn je zum
Anziehungspunkt für kulturell interessierte Menschen aus aller
Welt wird. Das größte europäische Kulturprojekt wird auch Österreichs Ansehen im Ausland stärken."

Neben den beiden Museumsneubauten, dem Leopold Museum, dem
Museum Moderner Kunst/Stiftung Ludwig Wien, einer Kunsthalle und einer Veranstaltungshalle wird das geplante Museumsquartier unter anderem ein Kindermuseum, Künstlerateliers, das Tabakmuseum, ein Architekturzentrum und viele andere kulturelle Einrichtungen im Sinne einer offenen und kulturell flexiblen Konzeption beinhalten.

Die Arbeiten werden unter einer begleitenden Kontrolle durch
das Bundesdenkmalamt, das im vorigen Sommer den entscheidenden Bescheid für den Bau erlassen hat, durchgeführt.

Die Baukosten betragen 1,45 Milliarden Schilling. Mit der Fertigstellung rechnen die Verantwortlichen bis Ende 2000.
(Schluss)

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Pressesprecherin BM Elisabeth Gehrer
Tel. 531 20-DW 5002

Heidemarie Glück

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