AK:Dirnbergers Behauptungen zu Maklerprovisionen entbehren jeder Grundlage

Provisionsvergleich der AK wird auch von Studie des WIFI bestätigt

Wien (OTS) - Die AK weist die heute in einer Aussendung
geäußerten Vorwürfe von FPÖ-Bezirksrat und Maklervertreter Dirnberger schärfstens zurück. Dirnberger beruft sich bei seinem Provisionsvergleich auf das FIABCI Handbuch, dem Handbuch internationaler Vergleichsdaten im Wohnungs- und Immobilienwesen. Dabei übersieht er allerdings, daß sich dieses Handbuch vor allem auf Provisionen bei der Vermittlung von Geschäftsimmobilien, Luxuswohnungen, Burgen und Schlösser bezieht und nicht auf normale Miet-oder Eigentumswohnungen. Im übrigen sollte sich Dirnberger auch eine Studie des WIFI über europäische Maklerprovisionen -erstellt im Auftrag der Immobilieninnung - durchlesen. Dort werden im wesentlichen die AK Daten bestätigt.****

Dirnberger verwechselt in seiner Aussendung ständig Provisionen, die vom Vermieter/Verkäufer an den Makler bezahlt werden mit
denen, die vom Mieter/Käufer zu bezahlen sind. Die AK hat in ihrem Vergleich vor allem die von Wohnungssuchenden zu zahlenden Provisionen berücksichtigt und fordert eine Senkung dieser Provisionssätze. Bezüglich der Unterschiede bei den Befristungen liegt Dirnberger falsch: Auch in Österreich sind der Großteil der neu abgeschlossenen Mietverträge im privaten Bereich bereits befristete Verträge und nicht wie Dirnberger behauptet
unbefristet. Hätte Dirnberger die Studie der AK gelesen, hätte er gesehen, daß selbstverständlich die in anderen europäischen Ländern üblichen Befristungsregeln bei der Provisionsberechnung berücksichtigt sind.

Dirnbergers Behauptungen über die gesetzlichen Regelungen in Schweden und Norwegen sind völlig falsch. In Schweden ist die Maklertätigkeit bei privaten Mietimmobilien natürlich nicht verboten. Dirnberger verwechselt offensichtlich die gesetzlichen Bestimmungen bei geförderten Genossenschaftswohnungen mit denen im privaten Bereich. In Schweden ist nur die Einschaltung eines
Makler bei geförderten Genossenschaftswohnungen - genauso wie in Österreich - verboten. Bezüglich der Regelungen in Norwegen hat die AK niemals behauptet, daß die Einschaltung von Maklern gesetzlich verboten sei. Sie ist nur im normalen Mietwohnbereich
- zum Vorteil der Konsumenten - schlichtweg nicht üblich.

Wenn Dirnberger sich darüber beschwert, daß die Bundesimmobiliengesellschaft ebenfalls Provisionen verlangt, ist
das eine Praxis, die von der AK bereits seit Jahren kritisiert
wird. Die AK fordert nach wie vor eine entsprechende Änderung des Maklergesetzes, um derartige Praktiken zu verhindern. Bisher gibt
es dazu aber keinerlei Unterstützung seitens der Maklerinnung.

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