Koffler: "Den Pfusch nicht einäugig betrachten!

Gewerbsmäßige und organisierte Schwarzarbeit wird zu wenig berücksichtigt

Wien (PWK) - "Die Wirtschaftskammer stellt sich nicht vor
Betriebe, die ihre Mitarbeiter nich anmelden", erklärt Karl Koffler, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten. Daran könne auch eine im Nachhang zum Hostasch-Vorstoß gegen die Schwarzarbeit lancierte Statistik der Arbeitsinspektion nichts ändern. Koffler: "Von illegaler Beschäftigung distanziert sich auch die Interessenvertretung, weil sie den Wettbewerb verzerrt". ****

Wenn Kärnten zum "Spitzenreiter der Schwarzarbeit" hochstilisiert wird, sei das nur ein Teil der Wahrheit, denn bei rund 110.000 Winter-Beschäftigten in der Wirtschaft seien die 269 illegal Beschäftigten ein verschwindend geringer Teil im Promille-Bereich. "Der größte Teil unserer Betriebe arbeitet in dieser Hinsicht absolut korrekt", so Koffler.

Der Wirtschaftskammerpräsident kritisiert in diesem Zusammenhang, daß bei der Diskussion über das Thema "Pfusch" die gewerbsmäßige und organisierte Schwarzarbeit zu wenig berücksichtigt wird. "Der Pfusch darf nicht einäugig betrachtet werden, er soll dort bekämpft werden, wo er tatsächlich stattfindet", spricht sich Koffler für ein energischeres Vorgehen beim organisierten Pfusch aus, der oft als Nachbarschaftshilfe getarnt wird.

Die Bekämpfung der organisierten Schwarzarbeit sei für die Volkswirtschaft sinnvoller, als die Klein- und Mittelbetriebe mit weiteren extremen Kontrollen zu belasten. "Ein weiterer wichtiger Schritt wäre auch, die derzeitigen Bagatellstrafen für unbefugte Gewerbeausübung empfindlich zu erhöhen". Nur damit sei bei Profi-Pfuschern eine abschreckende Wirkung zu erzielen.

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