Omega-3-Fettsäure DHA / Intelligentere Babies durch DHA in der Ernährung werdender Mütter?

Frankfurt (ots) - "Es gibt umfassende Beweise, daß eine Unterversorgung mit langkettigen, mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren während der vorgeburtlichen und frühkindlichen Entwicklung zu einer geringeren Intelligenz und schlechterem Sehvermögen führt", kommentierte jetzt Professor Michael Crawford, Institute of Brain Chemistry, University of North London, jüngste Forschungsergebnisse. Er hält es für wichtig, daß sich werdende Mütter ausgeglichen ernähren und genügend der entscheidenden Omega-3-Fettsäure DHA zu sich nehmen. "Steigern Schwangere die Aufnahme der Omega-3-Fettsäure DHA, profitieren wahrscheinlich Mutter und Kind", so auch Professor Gerard Hornstra, Universität Maastricht. Schon ein Anteil von 0,5 Prozent DHA in der Ernährung der Mutter sichere die normale Entwicklung des zentralen Nervensystems beim Föten. "Es wird immer deutlicher, daß die vorgeburtliche und frühkindliche Ernährung die spätere Krankheitsanfälligkeit und Sterblichkeit beeinflußt. Ein Glück für werdende Mütter, daß durch einen komplexen Mechanismus langkettige, mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren im Körper gespeichert werden. Auf diese so angelegte Reserve kann der Körper dann bei Bedarf zurückgreifen." Aber: Kürzlich sei festgestellt worden, daß dieser Vorrat nach einer Geburt nur sehr langsam oder unvollständig wieder aufgefüllt werde. Nur eine DHA-reiche Ernährung während der Schwangerschaft könne diesem Mangelzustand vorbeugen, so Hornstra.

Hornstra hob Forschungsergebnisse hervor, die zeigen, daß Frühgeborene, wenn sie neun Monate bzw. 40 Wochen nach der Zeugung ihr "normales Geburtsalter" erreichen, weniger wiegen als voll ausgetragene Babies und ein kleineres Gehirn haben. "Die meisten dieser unreif geborenen Babies erhalten mit der Nahrung weniger langkettige mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren (DHA) als Babies, die sich im selben Alter noch im Mutterleib befinden. Würden Mütter schon von Beginn der Schwangerschaft an mehr von diesen Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, hätten auch Frühgeborene von Anfang an einen besseren Start." Außerdem sei eine entsprechende Ergänzung der Frühgeborenen- und Flaschenkinder-Nahrung mehr als ratsam. Auch bei Letzteren sei sonst eine Unterversorgung mit langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren festzustellen.

Werdende Mütter sollten deshalb ermutigt werden, soviel mehrfach ungesättigte Fettsäuren pro Woche zu sich zu nehmen wie in zwei fetten Fischen enthalten ist. Den meisten Menschen fällt es jedoch schwer, sich durch das Essen fetter Fische ausreichend zu versorgen. Deshalb halten es die Experten für sinnvoll, wenn der Verbraucher Lebensmittel auswählt, die mit langkettigen, mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren angereichert sind - zum Beispiel Erfrischungsgetränke.

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