Bauer: Kein Ausverkauf der österreichischen Elektrizitätswirtschaft

Strategische Energiekompetenz muß in österreichischer Hand bleiben

St. Pölten, (SPI) - "Eine österreichische Energielösung unter Einbindung aller Bundesländer und des Bundes ist nachwievor anzustreben - denn das entspricht jenen strategischen
Überlegungen, die eine österreichische Energieholding für die Standortqualität und die Konkurrenzfähigkeit befürworten und die Eigenständigkeit der österreichischen Energiepolitik sichern. Falls diese Kooperation in der angestrebten Form - wie dies aus
dem bisherigen Verhandlungsverlauf abgeleitet werden könnte -
nicht zustande kommt, gilt es mit aller Kraft für eine tragfähige Lösung in der Ostregion zu arbeiten, die mit den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland mehr als 50 % des österreichischen Strommarktes repräsentiert", stellt der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Dr. Hannes Bauer, heute fest.****

"Während die Europäische Kommission im Weißbuch zur Energiepolitik feststellt, "das die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie als eines der wesentlichen Ziele" der Energiepolitik gilt, und der "Erfolg eines liberalisierten Elektrizitätsmarktes ganz wesentlich vom Verhalten und den Konditionen der Netzbetreiber abhängt", kann
doch Österreich nicht ernsthaft anstreben, diese Steuerungskompetenzen künftig zu einem wesentlichen Teil in ausländische Hände zu geben", stellt Bauer weiter fest. "Im Gegensatz dazu ist - wenn nicht anders möglich - zumindest die österreichische Teillösung in der Ostregion unter Berücksichtigung der EU-Richtlinien mit einer Neuordnung des Netzbetriebes anzustreben, wobei die Gespräche im 3er-Konsortium Verbund, EVN
und Wr. Stadtwerke - unter Einbindung Oberösterreichs (OKA) und
des Burgenlandes (BEWAG) - nun entsprechend zu intensivieren sind. Auch das Angebot von Seiten des oben erwähnten 3er-Konsortiums an den oberösterreichischen Energieversorger OKA soll aufrecht
bleiben - hier darf es nicht zu einer "steirisch-französischen Lösung" kommen", so Bauer weiter.

"Die Kooperation muß als erster Schritt in eine umfassende Kraftwerkspoolung mit einem entsprechenden Profitsharingsystem und einer Konzentration der Handelsaktivitäten münden, wobei für alle Beteiligten sowohl wirtschaftlich als auch technisch wichtige Synergieeffekte erzielt werden können. Weder aus technischer, noch aus wirtschaftlicher Sicht ist zu begründen, daß die für die nationalen Interessen so wichtige österreichische Lösung nicht zustande kommen kann. Unsere strategischen Steuerungsmöglichkeiten einer spezifisch österreichischen Energiepolitik sollten
jedenfalls nicht aus der Hand gegeben werden", schloß Bauer. (Schluß) fa

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