Österreich: Pollen - Alle Jahre wieder Wien (ÖRK) - Die ersten Birkenpollen sind in der Luft. Noch ist die Belastung gering, aber sie wächst nun ständig. Hinzu kommen

noch die Pollen von Esche, Hainbuche, Ahorn, Weide und Pappel. Solche Daten aus Polleninformationsdiensten sind für immer mehr Menschen wichtig, denn immer mehr leiden unter juckenden und tränenden Augen, rinnenden Nasen, Kitzeln am Gaumen, Atemnot, Hautekzemen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen - mit einem Wort an Heuschnupfen. äWenn dieser nicht behandelt wird, dann kann daraus auch Asthma werden", sagt Dr.Heinz Peter Slatin, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes.

Ausgelöst wird Heuschnupfen durch den Blütenstaub (Pollen) von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Kräutern. Die häufigsten Auslöser sind Erle und Hasel, die vor allem im Februar und im März blühen, sowie im März und im April die Birke. Gräser blühen vor allem im Mai und im Juni, manche auch noch im August. Roggenpollen sind vor allem im Mai zu spüren, Beifuß hingegen macht erst im August Probleme.

Ein gutes Mittel, um den Pollen zu entkommen, ist - wenn möglich -ein Ortswechsel. Slatin: "Der Allergiker erfährt über Pollenwarndienste genau, wann welche Pollen wo durch die Luft schwirren und kann solche Plätze dann meiden." Am Meer oder im Hochgebirge sind Pollen seltener. Tabletten, Sprays und
Augentropfen seien eine weitere Möglichkeit, um Beschwerden zu lindern oder dem Heuschnupfen vorzubeugen. "Allerdings nur nach Absprache mit einem Arzt", so Slatin.

Die Hyposensibilisierung, eine Art Impfung, ist schließlich die einzige Methode, Heuschnupfen langfristig zu bekämpfen. Hier braucht es den Arzt auf jeden Fall. Dieser verabreicht mehrmals kleine Mengen des entsprechenden Pollens. Am Ende ist der Patient gegen die Pollen unempfindlich. Slatin: "Die Hyposensibilisierung hilft auch, die Asthmagefahr zu vermindern."

Auf Sport im Freien sollte während der Pollenflugzeit besser verzichtet werden. Auch Spaziergänge oder andere Aktivitäten sollten unterbleiben. Falls die Lüftungsanlage des Autos keine Pollenfilter hat, sollten Lüftung und die Fenster während der Fahrt geschlossen bleiben. Auch die Tageszeit ist wichtig. Auf dem Land finden sich die meisten Pollen in der Früh in der Luft, man sollte also eher am Abend lüften. In der Stadt ist es genau umgekehrt. Tägliches Staubsaugen hilft, die Belastung in der eigenen Wohnung zu mildern. Kleidung sollte nach dem Tragen gründlich ausgeschüttelt und nicht im Schlafzimmer aufbewahrt werden. Eine gründliche Haarwäsche trägt ebenfalls dazu bei, über Nacht die Pollenbelastung im Schlafzimmer zu senken.

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30.3.1998

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