Elefantenproblematik im Tiergarten Schönbrunn

Tierhilfswerk Austria (THWA) übt Kritik an Haltung eines Elefantenbullen

Wien (OTS) - In der vergangenen Woche wurden gegenüber dem Betreuerpersonal der Elefanten im Wiener Tiergarten Schönbrunn schwere Anschuldigungen wegen Tierquälerei erhoben. Ob diese gerechtfertigt waren oder nicht, bleibt abzuwarten. Fest steht, daß Direktor Pechlaners Bemühungen um den Tiergarten bisher vorbildlich waren. Fest steht aber auch, daß die Haltung eines Elefantenbullen außerordentlich problematisch ist.

Christian Janatsch, Präsident des TIERHILFSWERK AUSTRIA: "Ohne irgendeine Partei ergreifen zu wollen und ohne etwas zu präjudizieren: der Fall zeigt ganz deutlich eine Zooproblematik auf, die bei der Haltung solcher Riesengeschöpfe wie es Elefanten nun einmal sind, auftritt. Die Haltung von Elefantenbullen bedeutet meistens die Maximierung dieser Probleme. Herr Direktor Pechlaner spricht ja selber von dem ungeschriebenen Gesetz des 'toten Pflegers pro Bullen'. Daß es unbedingt nötig war, einen solchen anzuschaffen, ist nicht leicht nachzuvollziehen. Ich kann mir nicht gut vorstellen, daß daran gedacht ist, junge, in Wien geborene Elefanten in Afrika auszusetzen. Also ist das Arterhaltungsargument nicht stichhältig. Daß diese Diskussion ausgerechnet in Schönbrunn losgetreten werden mußte, ist um so bedauerlicher, als der Zoo unter Dr. Pechlaners Führung weltweit beispielgebend wurde."

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