Maderthaner empfängt libanesischen Ministerpräsident Al-Hariri

Exporte nach Libanon 1997 um 15 Prozent gestiegen - Österreich drängt auf Investitionsschutzabkommen

PWK - Am Freitag, dem 27. März 1998, traf der libanesische Ministerpräsident, Rafik Al-Hariri, mit dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner, im Rahmen des Firmenforums "Libanon" im Haus der Wirtschaft zusammen. Maderthaner, der erst im Mai letzten Jahres Beirut mit einer Wirtschaftsdelegation besucht hatte, strich den Anstieg der österreichischen Exporte 1997 in den Libanon um fast 15 Prozent hervor. Gleichzeitig machte er aber auch auf die vielen Möglichkeiten zum weiteren Ausbau und zur Vertiefung der Zusammenarbeit sowie Beteiligung der österreichischen Firmen am Wiederaufbau Beiruts und der libanesischen Wirtschaft aufmerksam. Um im Libanon erfolgreich zu sein, ist vor allem eine verstärkte Präsenz durch Gründung von Joint Ventures und Niederlassungen erforderlich. ****

"Für die Zukunft ist es wichtig, die Auslandsinvestitionen auf beiden Seiten anzukurbeln. Die Sicherheit und Rentabilität von Investitionen sind von großer Bedeutung und eine wichtige Voraussetzung", erklärte Maderthaner. "Wir hoffen daher, daß die Verhandlungen über den Abschluß von Abkommen zur Förderung und zum gegenseitigen Schutz von Investitionen sowie zur Vermeidung der Doppelbesteuerung zwischen Libanon und Österreich bald aufgenommen werden".

Die österreichisch-libanesischen Wirtschaftsbeziehungen stehen auf einer langen und traditionell guten, freundschaftlichen Basis. Dennoch bewegte sich der Warenaustausch zwischen den beiden Ländern in den letzten Jahren auf einem zahlenmäßig relativ niedrigen Niveau. Von 1996 auf 1997 stiegen die österreichischen Exporte in den Libanon von 289,3 auf 339,7 Mio Schilling um 14,7 Prozent. Wichtigste Ausfuhrgüter sind vor allem medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse, Kunststoffe, Papier und Pappe, lebende Tiere, Metallwaren, Maschinen und diverse Fertigwaren.

Aus dem Libanon gelangten 1997 Waren - in erster Linie Düngemittel, Gemüse und Früchte, Druckerzeugnisse und Bekleidung - im Wert von 8,1 Mio Schilling nach Österreich. Dies entspricht gegenüber 1996 einem Rückgang von 26 Prozent. Die chronisch passive Handelsbilanz

des Libanons ist vor allem als Auswirkung der Spätfolgen des fünfzehn Jahre dauernden Bürgerkrieges zu sehen.

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Dr. Fritz Langer

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