Vukovic: Jugoslawien will Exporte 1998 um 30 Prozent steigern

Österreich als wichtiger Partner für den Re-Integrationsprozeß der BR Jugoslawien in Europa

PWK - Das wirtschaftliche Stabilisierungsprogramm der Bundesrepublik Jugoslawien, das 1994 gestartet wurde, führt zu einer kontinuierlichen Erholung der jugoslawischen Wirtschaft. "Nach 6 Prozent im Jahr 1996 wuchs das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Jugoslawien 1997 erneut um 7 Prozent", berichtete der jugoslawische Minister für Außenhandel, Borislav Vukovic, beim Club IW am 26. März in der Wirtschaftskammer Österreich. Für 1998 wird ein Wachstum des Bruttosozialproduktes um 10 Prozent, der Exporte um 30,3 Prozent und der Importe von 18,8 Prozent erwartet. ****

Der Außenhandel ist Jugoslawiens Wirtschaftsmotor Nummer eins. Eine offene und exportorientierte Marktwirtschaft ist eines der vorrangigsten Ziele des Stabilisierungs- und Reformprogrammes, betonte Vukovic. Von großer Bedeutung ist bei diesem Vorhaben die Re-Integration der BR Jugoslawien in den weltweiten Waren- und Finanzmarkt. "Wichtigstes außenpolitisches Anliegen Jugoslawiens der nächsten Jahre ist daher der weitere Aufbau der Beziehungen zur Europäischen Union, wobei wir hoffen, dabei von der österreichischen Regierung, in gegenseitigem Interesse, unterstützt zu werden", so Vukovic.

Jugoslawien und Österreich sind zwar keine direkten Nachbarländer mehr, verfügen bei ihren bilateralen Wirtschaftsbeziehungen aber über eine solide Tradition, so daß Österreich weiterhin einer der wichtigsten Handelspartner der BR Jugoslawien ist. In den letzten Jahren war ein ständiger Aufwärtstrend im bilateralen Außenhandel zu bemerken, wenngleich das Volumen noch weit unter dem eigentlichen Potential beider Staaten liegt, meinte Vukovic. "Auffallend ist vor allem, daß Jugoslawien um ein Vielfaches weniger nach Österreich exportiert, als wir aus Österreich einführen und die Investitionen österreichischer Firmen in Jugoslawien 1997 relativ zurückhaltend ausfielen".

Als eine bedeutende Rolle bei der Intensivierung der bilateralen Beziehungen strich Vukovic die gemeinsamen Aktivitäten der Wirtschaftskammer Österreich mit der Wirtschaftskammer Jugoslawien heraus. Nun müssen sich beide Regierungen ernsthaft bemühen, optimale Bedingungen für eine ungehinderte Entwicklung der bilateralen Wirtschaftskooperationen zu schaffen. "Das bedeutet den Abschluß von Regierungsvereinbarungen einerseits bezüglich der Förderung und den Schutz von Investitionen, andererseits bezüglich der Vermeidung von Doppelbesteuerung", sagte Vukovic.

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