Gewerbe und Handwerk begrüßt Farnleitner-Vorschläge gegen Pfusch

Achleitner: "Endlich soll auch der private Pfusch effizienter bekämpft werden"

Wien (PWK) - Die Bundessektion Gewerbe und Handwerk begrüßt im Prinzip die heute von Wirtschaftsminister Farnleitner präsentierten Vorschläge zur Pfuscherbekämpfung. "Endlich wurde einmal deutlich klargestellt, daß nicht immer nur die Unternehmer, sondern daß auch der 'Jobkiller Nummer 1', der gewerbsmäßige Pfusch durch Unselbständige und Arbeitslose, bekämpft werden muß", erklärt Bundessektionsobmann Fritz Achleitner. Rund eine halbe Million Österreicher geht regelmäßig 'pfuschen', 60% der Bevölkerung läßt schwarzarbeiten, um die hohen Nebenkosten und Steuern zu vermeiden. Den Unternehmen entgehen damit jährlich Aufträge in Milliardenhöhe. ****

"Die hohen Lohnnebenkosten haben immer mehr Österreicherinnen und Österreicher förmlich in die Schattenwirtschaft getrieben. Anstatt immer neue Schikanen und Kontrollen für Unternehmen einzuführen, muß das Problem des gewerblichen Pfusches endlich an der Wurzel gepackt und der Faktor Arbeit von Steuern entlastet werden", so der Bundessektionsobmann. Als konkreten praktischen Vorschlag in Ergänzung zu den Empfehlungen Farnleitners urgierte Achleitner die Mehrwertsteuerrefundierung für rechnungsmäßig nachgewiesene Bauleistungen nach dem bewährten "Luxemburger-Modell". Nach Berechnungen des WIFO könnte dadurch nicht nur der Pfusch um ein Drittel eingedämmt werden, sondern auch die Zahl der Arbeitslosen um 7.000 verringert und zusätzlich 11.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Weiters schlug Achleitner vor, die Wohnbauförderung an die Vorlage von Rechnungen für Baudienstleistungen zu koppeln und die neue Sozialversicherungs-Chipkarte als Ausweis zur Kontrolle der illegalen Beschäftigung zu nutzen.

Die von der Bundessektion schon seit Jahren geforderte "schnelle Eingreiftruppe" zur Pfuscherbekämpfung auf lokaler Ebene, wie sie Minister Farnleitner vorsieht, werde sicher deutlich effizienter arbeiten können als eine zentralistische "Zöllnerbrigade", wie sie Ministerin Hostasch vorschlägt. Erfreut zeigt sich Achleitner auch vom klaren Standpunkt Farnleitners, nicht den Generalunternehmer zum "Sündenbock für alle Formen der Schwarzarbeit zu stempeln".

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