Prober: Einem gefährdet die Zukunft der Ghegastrecke

Niederösterreich, 26.3.1998 (NÖI) Verkehrsminister Einem, der den Semmering-Bahntunnel trotz aller Argumente und Fakten, die
gegen dieses Projekt sprechen, noch immer verteidigt, gefährdet
mit seiner Haltung die Zukunft der alten Ghegastrecke als Weltkulturerbe. So wird es sich die UNESCO sehr gut überlegen, ob sie eine Bahnlinie, über der das Damoklesschwert einer Monsterröhre hängt, zum Weltkulturerbe, erklärt. Damit sind auch die Chancen der Region, zu einer touristischen Musterregion zu werden, in Gefahr. Ich fordere daher den Verkehrsminister noch einmal eindringlich auf, von seinem wahnwitzigen Vorhaben
abzugehen, stellte LAbg. Sepp Prober fest.****

Prober erinnerte Einem in diesem Zusammenhang daran, daß er es mit der Durchsetzung seines Prestigeprojektes noch sehr schwer
haben werde. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll wurde nämlich durch die vergangene Landtagswahl noch mehr gestärkt und wird seinen Kampf gegen den Bahntunnel voll weiterführen. Und hinter ihm steht die Bevölkerung Niederösterreichs. Das beweisen Umfragen und das beweisen die Wahlergebnisse.

"Wir werden sicherlich nicht zusehen, wie ein unnötiges und gefährliches Prestigeprojekt gebaut wird, das 20 Milliarden Schilling kostet. Diese 20 Milliarden Schilling brauchen wir ganz dringend für den Ausbau von Nahverkehrsprojekten in den Regionen. Einem wäre daher gut beraten, endlich seine Fehler und die seiner Vorgänger einzusehen und einen sofortigen Baustopp zu erwirken. Es ist schon genug Steuergeld unnötigerweise in das Loch geflossen", betonte Prober.

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