Niederösterreichische Bergrettung in Not

Wagner: Finanzielle Hilfe des Landes notwendig

St.Pölten (NLK) - Die Niederösterreichische Bergrettung ist in finanziellen Nöten: 1997 konnte das Budget gerade noch
ausgeglichen werden, für die kommenden Jah-re sind aber für Investitionen und Modernisierungen zusätzlich 6,6 Millionen Schilling notwendig. So sollen unter anderem das Funkwesen neu konzeptioniert, die Versiche-rungssituation verbessert und weitere Lawinendepots errichtet werden. Das Land Nie-derösterreich unterstützt die Bergrettung mit jährlich rund 700.000 Schilling, die Wie-ner steuern nur 40.000 Schilling bei. "Die öffentliche
Hand hat die Verpflichtung, diese freiwillige Organisation entsprechend zu unterstützen. Die vielen freiwilligen Helfer leisten Großartiges, man kann sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen", meinte Landesrat Ewald Wagner heute.

Die Leistungsbilanz der Bergrettung kann sich wirklich sehen lassen: Die Bergret-tung absolvierte in Niederösterreich im vergangenen Jahr 538 Einsätze, 568 Perso-nen wurden geborgen. Österreichweit gab es rund 8.000 Einsätze. Für Alpineinsätze des Notarzthubschraubers Christophorus 3 war in Niederösterreich ganzjährig einer der 12 Flugretter täglich in Rufbereitschaft. In den Wintermonaten wurden 399 Perso-nen nach Pistenunfällen, drei Personen bei alpinen Touren und eine Person aus einer Lawine geborgen. Insgesamt verbrachten die Helfer über 3.000 Stunden bei Einsät-zen, 60.400 Bereitschaftsstunden wurden geleistet.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2172

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK