AK fordert: Euro-Umstellung muß gesetzlich geregelt werden

Nicht-Weitergabe von Preissenkungen an Konsumenten zeigt, wie nötig konsumentenfreundliche Gesetzgebung ist

Wien (OTS) - Die Euro-Umstellung darf nicht auf den Rücken der Konsumenten ausgetragen werden, betont die AK. Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen immer wieder, daß ein unabhängiger Konsumentenschutz und eine konsumentenfreundliche Gesetzgebung nötig sind, um die Konsumenten wirksam zu schützen. Daher fordert die AK die gesetzliche Regelung einer doppelten Preisauszeichnung
in der Übergangszeit sowie eine Preisüberwachung durch die öffentliche Hand. Der Euro werde nur dann akzeptiert werden, wenn EU-weit Arbeit geschaffen werde und die Österreicher bei der Umstellung nicht das Gefühl hätten, draufzuzahlen, erklärt die AK. ****

Die Befürchtungen vieler Konsumenten, daß es ohne entsprechende gesetzliche Begleitmaßnahmen bei der Euro-Einführung zu Preiserhöhungen kommen wird, sind nicht von der Hand zu weisen, meint die AK. Daher ist es überaus wichtig, daß die doppelte Preisauszeichnung gesetzlich geregelt wird. Die Erfahrungen in der Vergangenheit belegen es:
+ In den letzen Wochen wurden die Rohölpreissenkungen nicht oder nur unzureichend an die Konsumenten weitergegeben.
+ Im Zuge des EU Beitritts erfolgte eine deutliche Preissenkung
bei Mehl, die zu keiner Verbilligung von Brot und Gebäck führte.
+ Eine besonders triste Erfahrung mußten die Konsumenten auch bei der Umsatzsteuersenkung bei den sogenannten Heißgetränken (Tee und Kaffee) in der Gastronomie machen, wo es statt zu Verbilligungen sogar zu Verteuerungen gekommen ist. Einer Wiener AK Erhebung zufolge senkte damals nur ein Betrieb den Preis.
+ Ebenso bitter war die Senkung der Getränkesteuer im Jahr 1992, die rund eine Milliarde Schilling ausmachte, die sich preislich
aber überhaupt nicht auf die Konsumenten auswirkte.

Preise doppelt auszeichnen als Pflicht
Die AK beharrt daher auf ihrer Forderung nach einer gesetzlichen Regelung der doppelten Preisauszeichnung. Bei der Umstellung des Schilling auf den Euro kommt auf die österreichischen Konsumenten eine doppelte Umgewöhung zu: Einerseits werden sämtliche Banknoten und Münzen gegen neue ausgetauscht, anderseits erfolgen die Preis-und Wertangaben in einer Währung mit ungewohnten und gänzlich unrundem "Umrechnungskurs". Daher ist es unverzichtbar, mit transparenten und sauberen Spielregeln auf gesetzlicher Basis den österreichischen Konsumenten bei diesen Schwierigkeiten zu helfen.

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