Gewerbeverein: Euro: Wie ernst nimmt ihn der Staat?

Wien (OTS) - Die Republik gibt eine Unsumme Geldes dafür aus, den Österreichern den Euro über die Werbung schmackhaft zu machen. Wie ernst - so frägt der Österreichische Gewerbeverein - ist es den öffentlich-rechtlichen Stellen in der Praxis damit:

1) Lohnzettel an das Finanzamt müssen bis 31.12.2001 in Schilling gemeldet werden; gleiches gilt für die Beitragsnachweisungen in der Sozialversicherung.

2) Die Sozialversicherung nimmt aber bereits ab 1.1.1999 auch Euros als Zahlungsmittel entgegen; Auszahlungen von dort erfolgen aber ebenfalls bis zum 31.12.2001 ausschließlich in Schillingwährung.

Natürlich steht es im Zeitraum 1.1.1999 bis 31.12.2001 jedem frei, in welcher der beiden Währungseinheiten immer, er verrechnen möchte.

Die grundlegende Frage - wieweit es dem österreichischen Staat mit dem Euro überhaupt ernst ist - bleibt also offen. Vorbildwirkung geht von einem derartigen Verhalten wohl nicht aus.

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Österreichischer Gewerbeverein
Tel.: 01/587 36 33

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