Westermayer zu GKK-Zahnambulatorien: Verstaatlichte Leistungen nicht billiger (Teil 1)

Wien (OTS) - Durch Wiederholung werden fadenscheinige Begründungennicht haltbarer, erklärte der Vorsitzende der Bundesfachgruppe für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (BUFAZ), DDr. Hannes Westermayer in einer ersten Stellungnahme zu einer Pressekonferenz der Wiener Gebietskrankenkasse über die Bestrebungen, daß auch Zahnambulatorien der Krankenkassen festsitzenden Zahnersatz durchführen sollten.

"Das Ansinnen der Krankenkasse, das Behandlungsangebot ihrer Zahnambulatorien über den gesetzlichen Rahmen hinaus zu erweitern, erinnert mich an ein Landwirtschaftsministerium, das flächendeckend Bauernhöfe betreibt, um staatseigenes Obst und Gemüse an den Mann zubringen", so Westermayer.

Nirgends auf der Welt sei eine medizinische Leistung dadurch "billiger" geworden, weil ihre Erbringung "verstaatlicht" worden sei. Dumpingpreise einer quasi staatlichen Institution, die ja nicht reell kalkulieren muß, seien Augenauswischerei; vielmehr würden dadurch die Kosten der Allgemeinheit aufgebürdet.

Die Ausweitung des Behandlungsangebotes der "staatlichen" Zahnambulatorien auf festen Zahnersatz könne daher keinesfalls im Interesse der Allgemeinheit liegen, so Westermayer und:
"Subventionierte Porzellankronen auf Kosten der Allgemeinheit für einige wenige Reiche, für die Normalbürger bleibt die unzeitgemäße Zahnprothese, wofür die Kasse neuerdings auch noch 40 Prozent Selbstbehalt eintreibt." Die Krankenkasse sollte sich statt dessen Gedanken über Verbesserungen der Sozialleistungen machen. (Forts.)

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