Rheinmetall AG: Rheinmetall Teil I

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Aktionärsbrief Rheinmetall AG
März 1998 - Teil 1

Rheinmetall 1997 mit Ergebnissprung

"Weitsprung" im Betriebsergebnis (x3) und Jahresüberschuß (x4) folgt Quantensprung im Umsatz (x2)

Der Rheinmetall-Konzern hat 1997 die alte Ertragskraft übertroffen und dem Quantensprung im Umsatz (Faktor 2) auch nachhaltig einen überproportionalen "Weitsprung" im Betriebsergebnis (Faktor 3) und Jahresüberschuß (Faktor 4) folgen lassen. Diese Ergebnisverbesserung des Rheinmetall Konzerns auf ein historisches Hoch von rund 300 Mio DM Betriebs- ergebnis und rund 180 Mio DM Jahresüberschuß hat aus der Sicht des Vorstandes drei Ursachen:

- In den bisherigen Geschäftsfeldern Wehrtechnik (Rheinmetall Industrie AG), Maschinenbau (Jagenberg AG) und Automobiltechnik (Pierburg AG) sind die Erträge durch die abgeschlossenen Strukturoptimierungen wieder auf das gute Niveau der 80er Jahre gestiegen. "Rheinmetall alt steht also wieder gut da".

- Die neu erworbenen bzw. neu gegliederten Geschäftsfelder Wehrtechnische Elektronik (STN ATLAS Elektronik GmbH), Industrielle Elektronik (Rheinmetall Elektronik AG) mit Hirschmann, Preh, Heimann, RMP/RMV und KIH/Kreutler sowie der durch den Erwerb der Kolbenschmidt AG verdoppelte Unternehmensbereich Automobiltechnik (Kolbenschmidt Pierburg AG) haben nicht nur unsere Umsatz-Erwartungen für die "Neue Rheinmetall" erfüllt, sondern erfreulicherweise auch die geplanten Erträge ohne die sonst üblichen Anlaufverluste - bereits im ersten Jahr "eingespielt".

-Schließlich hat die "Neue Rheinmetall" durch Stärkung und Konzentration der vier Kernkompetenzen Elektronik, Auto mobiltechnik, Maschinenbau sowie elektronische und mechanische Wehrtechnik eine deutliche Verbesserung der inneren Verfassung und Eigendynamik erreicht, die wohl die wichtigsten Voraus- setzungen für eine nachhaltig positive Entwicklung der Gewinne, der Finanz- und Management-Ressourcen sind. Mit der wehrtechnischen und industriellen Elektronik-Kompetenz, die 1997 rund 34 % des Weltumsatzes von 6,6 Mrd. DM ausmacht, hat sich Rheinmetall 1997 zu einem internationalen Elektronik- und Maschinenbau-Konzern entwickelt, mit einer Auslandsquote (Export und Auslands-Fertigung) von 49,7 %. Im Maschinenbau ist die Auslandsquote branchenbedingt höher (80 %), in der Auto mobiltechnik liegt sie bei 60 % und in der Wehrtechnik wegen der Export-Restriktionen zwischen 15 und 20 %.

Neuer, größerer Konsolidierungskreis

Durch den Quantensprung hat sich der Konsolidierungskreis der Neuen Rheinmetall-Gruppe 1997 grundlegend geändert. Darüber hinaus verwischen gesellschaftsrechtliche Strukturänderungen innerhalb des Rheinmetall-Konzerns Vergleiche mit dem "alten" Rheinmetall-Konzern des Jahres 1996, so daß aus Gründen der Klarheit und Verständlichkeit für die Aktionäre der Rheinmetall AG nur die Ist-Zahlen des Jahres 1997 mit den Ist-Werten des Vorjahres verglichen werden, was schlußendlich betriebswirt- schaftlich für den Wert des Unternehmens zählt.

Auch ist zu berücksichtigen, daß die ehemalige Kolbenschmidt Gruppe erst vom 1. April 1997 an in der Rheinmetall-Gruppe kon-solidiert wird, also nur eine Aussagekraft für neun Monate hat; die Pierburg-Zahlen werden dagegen für zwölf Monate berücksichtigt. Die erst im November 1997 erworbene KIH-Gruppe (rund 200 Mio DM Umsatz) ist in den Rheinmetall-Zahlen für 1997 noch nicht enthalten.

Die Mauser Waldeck AG (Bürosysteme) ist - wie bereits mitgeteilt -kein Kernarbeitsgebiet mehr. Sie wird zwar konsolidiert, aber innerhalb der Rheinmetall-Gruppe künftig nur als finanzielle Beteiligung geführt (Umsatz rund 200 Mio DM).

Umsatz deutlich gewachsen 1997 1996 Konsolidierter Weltumsatz in Mio DM 6.582,7 3.655,4 Auslandsanteil in % 49,7 46,3

Der konsolidierte Umsatz der Rheinmetall-Gruppe lag 1997 mit insgesamt 6.582,7 Mio DM um 80,1 % über dem Wert des Vorjahres.

Auftragslage mit größerer "Wucht"

Die Auftragslage der Rheinmetall-Gruppe hat 1997 neue Spitzen werte erreicht. 1997 1996 Auftragseingang in Mio DM 7.162,3 4.455,2 Auftragsbestand am 31.12. in Mio DM 6.560,8 3.287,0

Mit Auftragseingängen von 7.162,3 Mio DM hat die Rheinmetall Gruppe im Geschäftsjahr 1997 den Wert des Vorjahres um 60,8 % übertroffen. Der neue Unternehmensbereich Industrielle Elektronik (Rheinme tall Elektronik AG) erreichte 1997 den erfreulichen Wert von 1.143,2 Mio DM. Die Auftragseingänge bei Hirschmann lagen mit 526,7 Mio DM auf dem guten Niveau des Vorjahres und bei Preh mit 285,6 Mio DM deutlich über dem Vorjahreswert. Heimann konnte seine Stellung als Marktführer bei den Auftragseingängen vor allem durch Aufträge für Containerprüfanlagen mit 330,9 Mio DM mehr als verdoppeln. Die Auftragseingänge im Unternehmensbereich Wehrtechnische Elektronik (STN ATLAS Elektronik GmbH) lagen mit 1.883,9 Mio DM um 38 % über dem Vorjahr. Die nach einem siebenmonatigen Verfahren erteilte Genehmigung des Bundeskartellamtes für den Vollzug des Erwerbs der STN ATLAS Elektronik GmbH durch Rheinmetall (industrielle Führung), Badenwerk und British Aerospace im Juli 1997 hat den bis dahin entstandenen hohen Auftragsstau aufgelöst und die Kapitalstrukturen (Eigen- kapitalzufuhr 250 Mio DM plus Anzahlungen) stabilisiert, die für öffentliche Aufträge besonders wichtig sind.

Im Unternehmensbereich Wehrtechnik (Rheinmetall Industrie AG) entsprachen die Auftragseingänge mit 780,9 Mio DM den Erwartungen, nachdem im Vorjahr der Großauftrag über die Panzerhaubitze 2000 vergeben worden war.

Im Unternehmensbereich Maschinenbau (Jagenberg AG) hielten sich die Auftragseingänge mit 1.042,5 Mio DM auf dem hohen Wert des Vorjahres. Während die Auftragseingänge des Geschäftsbereiches Papiertechnik den Vorjahreswert nicht ganz erreichten, konnte der Geschäftsbereich Verpackungstechnik eine deutliche Steigerung bei den Auftragseingängen verzeichnen.

Die Auftragseingänge des Unternehmensbereiches Automobiltechnik (die neue Kolbenschmidt Pierburg AG) betrugen 2.132,5 Mio DM. Pierburg erreichte 1.048,2 Mio DM (+ 2,4 % nach + 18 % in 1996) Kolbenschmidt 1.084,3 Mio DM (+ 8,7 % nach - 1,1 % in 1996).

Auch die Finanzbeteiligung Bürosysteme (Mauser Waldeck AG) konnte die Auftragseingänge trotz der nach wie vor unbefriedi- genden Entwicklung der Branche auf 219,5 Mio DM (+ 12,2 %) steigern.

Der Auftragsbestand der Rheinmetall-Gruppe war am 31. Dezember 1997 mit 6.560,8 Mio DM fast doppelt so hoch wie zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Fortsetzung: Teil 2

Ende der Mitteilung
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