Rheinmetall AG: Rheinmetall -Teil II

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Aktionärsbrief der Rheinmetall
AG März 1998 - Teil 2

Ertragslage - ein gezielter Weitsprung

Beim Ertrag wurden 1997 die selbst gesteckten ehrgeizigen Ziele übertroffen. Mit einem bei rund 300 Mio DM (1996: 92 Mio DM ) liegenden Betriebsergebnis und einem Jahresüberschuß von rund 180 Mio DM (1996: 45 Mio DM) erreichte Rheinmetall eine Verbes- serung des Betriebsergebnisses um den Faktor 3 und beim Jahresüberschuß um den Faktor 4. An dieser erfreulichen Entwick lung waren alle vier Unternehmensbereiche beteiligt. Lediglich die Bürosysteme (Mauser Waldeck AG) zeigen 1997 letztmalig einen Verlust, wobei dieser Bereich im vierten Quartal 1997 wieder ein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet hat.

Im Unternehmensbereich Industrielle Elektronik (Rheinmetall Elektronik AG) haben sich die Ergebnisbeiträge von Preh und Heimann weiter verbessert. Auch Hirschmann hat die beim Erwerb vor einem Jahr für 1997 geplanten Gewinne nach einer langen Verlustphase der früheren Eigentümer-Familie wieder voll erwirtschaftet.

Trotz des kartellrechtlich verspäteten Vollzugs des Erwerbs der STN ATLAS Elektronik GmbH konnte der Unternehmensbereich Wehrtechnische Elektronik das geplante positive Ergebnis erreichen. Die Sonder-Aufwendungen für die im Laufe des Jahres 1997 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen (- 10 % Personal- abbau) waren bereits im Jahresabschluß 1996 berücksichtigt worden.

Dem Unternehmensbereich Wehrtechnik (Rheinmetall Industrie AG) gelang es, durch eine Reihe von Neu-Entwicklungen für die Heerestechnik und durch kontinuierliche Anpassung seiner Kostenstrukturen an das nach wie vor knappe Niveau des Ver teidigungshaushaltes wieder einen stabilen Ergebnisbeitrag zu leisten.

Positiv hat auch der Unternehmensbereich Maschinenbau (die börsennotierte Jagenberg AG) das Geschäftsjahr 1997 abge- schlossen. Es gelang, den Jahresüberschuß auf rund 25 Mio DM (1996: 8,1 Mio DM) zu steigern. Dieser Erfolg beruht im wesentlichen auf dem hohen technischen Entwicklungs- und Qualitätsstandard der Jagenberg-Maschinen im internationalen Wettbewerb und einer weiter verbesserten Preis-/Kostenrelation. Die nachhaltig positive Ergebnisentwicklung wird die Wieder aufnahme einer Dividendenzahlung auch an die Stammaktionäre möglich machen; den Vorzugsaktionären wurde - daran sei erinnert - auch in den Rezessionsjahren eine Dividende gezahlt.

Der Unternehmensbereich Automobiltechnik (die neue Kolbenschmidt Pierburg AG) erreichte den relativ besten Ergebnisbeitrag für Rheinmetall. Dabei übertraf Pierburg nochmals das bereits gute Vorjahresergebnis. Kolbenschmidt erzielte für den NeunMonatszeitraum (April bis Dezember 1997) das erwartete gute Jahresergebnis. Die im Verschmelzungsbericht insbesondere zur Unternehmensbewertung genannten Ertragszahlen wurden 1997 von beiden Gesellschaften -Kolbenschmidt und Pierburg - voll erreicht bzw. überschritten. Insgesamt wird der Unternehmensbereich Automobiltechnik den im Aktionärsbrief Dezember 1997 "addierten" Jahresüberschuß für 1997 von 75 Mio DM (beide Unternehmen - Kolbenschmidt und Pierburg - auf zwölf Monate gerechnet) übertreffen. Es wird zur Zeit geprüft, ob aus dem nach unten abgesicherten Jahresüberschuß von 75 Mio DM über die angekündigte Dividende hinaus ein Bonus gezahlt werden kann. Für die ehemaligen, treuen Kolbenschmidt-Aktionäre bedeutet dies eine Prämie für die langen dividendenlosen Jahre; für die neuen Kolbenschmidt Pierburg-Aktionäre soll es ein Anreiz für eine Aufstockung ihres Depots sein. Der Jahresüberschuß der börsennotierten Management- und Konzern Holding Rheinmetall AG wird 1997 mit mehr als 30 Mio DM deutlich höher ausfallen als im Vorjahr (23,5 Mio DM), was auch - wie bereits 1997 angekündigt - zu einer "neuen Definition" der auch in weniger erfolgreichen Jahren stets geübten Dividendenkontinuität führen kann.

Mitarbeiter: gute Aufstiegschancen für qualifizierte Fachkräfte 1997 1996 Mitarbeiter am 31.12. 28.532 14.317 Personalaufwand einschließlich Altersversorgung in Mio DM 2.390,6 1.285,0

Am 31. Dezember 1997 wurden in der Rheinmetall-Gruppe 28.532 Mitarbeiter beschäftigt, davon im Inland jetzt rund 21.000 (Vorjahr rund 12.000). Rheinmetall stellte 1997 814 inländische Ausbildungsplätze zur Verfügung und engagierte überproportional junge qualifizierte Entwicklungs- und VertriebsIngenieure sowie Diplom-Kaufleute, die innerhalb einer dynamischen Führungsstruktur in vier verschiedenen großen Geschäfts feldern sehr gute Aufstiegs-Chancen haben. Die Rheinmetall-Leitbilder orientieren sich an strengen wirtschaftlichen und motivierenden menschlichen Werten. Wir stärken dadurch nicht nur unseren quantitativen Unternehmenswert, sondern sichern auch gleichzeitig Beschäftigung und Einkommen für 28.000 Haushalte, was bei der heutigen Arbeitslosigkeit zu einem qualitativen Unternehmenswert beiträgt.

Fortsetzung: Teil 3

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