Schattenwirtschaft: FWV-Unterstützung für Hostasch

Wien (OTS) - "Illegale Beschäftigung, Schwarzarbeit und Pfusch muß für alle Beteiligten unrentabel werden". Der Sektionsobmann Gewerbe im Freien Wirtschaftsverband Wien, Ernst Graft, stimmt den Plänen von Sozialministerin Lore Hostasch grundsätzlich zu. "Das vom Sozialministerium präsentierte Maßnahmenpaket deckt sich Großteils mit den von der Sektion Gewerbe des FWV Wien, schon vor zwei Jahren, geforderten Kontrollen", sagt Graft.

Der FWV Wien, Sektion Gewerbe, stellte schon 1995 einen Sofort -Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung der Schattenwirtschaft zur Diskussion, dessen Forderungen nun teilweise realisiert würden. Um illegaler Beschäftigung, Schwarzarbeit und Pfusch aber endgültig den Garaus zu machen, will der FWV Wien allem voran noch eine rechtliche Gleichstellung privater und gewerblicher Auftraggeber, was die Folgen von Nichtanmeldung bei der Sozialversicherung und die Vorschreibung von Abgaben betrifft, und eine Einführung des Luxemburger Modells, das eine Rückvergütung der Mehrwertsteuer auch für Private bei der Errichtung oder Renovierung von Wohnraum vorsieht.

Konsequenter muß auch gegen den Pfusch vorgegangen werden, so der Unternehmervertreter. Arbeitnehmer, die lieber "schwarz" arbeiten, müßten für ihre geschätzten Einkünfte aus dem Pfusch Steuervorschreibungen erhalten und durch einen befristeten, stufenweisen Verlust des Arbeitslosenentgeltes, der Notstandshilfe bzw. des Krankengeldes ebenso wie die Unternehmer zur "weißen" Weste bekehrt werden.

Unverzichtbar für eine wirkungsvolle Bekämpfung von Pfusch, Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung ist, unserer Meinung nach, eine zentrale Meldestelle, verbunden mit einer mobilen Einsatztruppe, die jeweils vor Ort wirkungsvoll agieren kann, sagt der FWV-Sektionsobmann Gewerbe Ernst Graft. "Wir brauchen keine großen Änderungen der geltenden Bestimmungen, sondern eine sinnvolle und effektive Anwendung, um den anständigen Gewerbetreibenden das Überleben zu sichern".

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