Scharfer Protest gegen ORF-Auslosung

Knoll an Klestil: "Warum diskutieren Sie nicht mit mir?"

"Sieht so die Objektivität des ORF aus?" fragt Eva Rossmann, Wahlkampfkoordinatorin von Gertraud Knoll. Die Auslosung der
beiden Präsidentschaftskandidatinnen Gertraud Knoll und Heide Schmidt für die Fernsehpressestunde sei ein Zeichen, daß hier mit Frauen anders umgegangen werde als mit Männern.
"Es hätte drei mögliche Vorgangsweisen gegeben. Gewählt wurde eine inakzeptable, die einzig und allein dem Kandidaten Thomas Klestil genützt hat", stellt Rossmann fest. Entweder der ORF wäre nach der Reihung am Stimmzettel vorgegangen, dann hätten Schmidt und Knoll den späteren Termin bekommen. Oder der ORF geht – wie auch sonst – nach Quoten, also nach Meinungsumfragen. Dann hätten Klestil und Knoll den späteren Termin bekommen. Sollte der ORF die Idee des Losens an sich spannend finden, dann wären aber wohl alle Kandidatinnen und Kandidaten einzubeziehen gewesen.
Die Wahlkampfkoordinatorin Rossmann: "Diese Vorgangsweise zeigt, daß der ORF eine Frau, die nicht aus einer Partei kommt, sondern kraft ihres politischen Engagements großen Zuspruch findet, geringer schätzt als es objektiven Kriterien entsprechen würde."

Gleichzeitig nützt die Wahlkampfleitung von Gertraud Knoll noch einmal die Gelegenheit, um Bundespräsident Thomas Klestil zu einer Teilnahme an einer Diskussion aller Kandidatinnen und Kandidaten aufzufordern. Gertraud Knoll fragt Thomas Klestil: "Warum diskutieren Sie mit mir nicht öffentlich über die Zukunft Österreichs und die Zukunft des Präsidentenamtes?"

Rückfragen & Kontakt:

Eva Rossmann
Tel.: (01) 524 33 00"Wahlbewegung Knoll"

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KNO/KNO