Änderung des Apothekengesetzes nicht im Sinne des VfGH WIEDERHOLUNG OTS0166 - KORREKTUR TELEFONNUMMER

Ö. Apothekerkammer nimmt zur Forderung der Ärztekammer Stellung

Wien (OTS) - Zur heutigen Aussendung (APA/OTS0035) des geschäftsführenden Vizepräsidenten der Österreichischen Ärztekammer, Dr. Reiner Brettenthaler, bezüglich der ärztlichen Hausapotheke, stellt die Österreichische Apothekerkammer fest:

Der Verfassungsgerichtshof hat in seinem Erkenntnis klar festgehalten, daß die ärztlichen Hausapotheken "eine Surrogatfunktion für die Fälle haben, in denen eine öffentliche Apotheke nicht vorhanden ist." Die Forderung von Dr. Brettenthaler, wonach eine bereits existierende ärztliche Hausapotheke bestehen bleiben soll, auch wenn sich eine öffentliche Apotheke im Einzugsbereich niederläßt, wird daher zurückgewiesen. Das auch deswegen, weil es zu keiner Verschlechterung der Versorgung kommt, wenn eine Apotheke eröffnet, und die Hausapotheke deswegen zu schließen hat, wie das auch der VfGH festhält. Die Beschaffung von apothekenpflichtigen, aber nicht rezeptpflichtigen Medikamenten ist in Hausapotheken nicht möglich. Auch das stellt der VfGH fest.

Im übrigen ist die Angabe von Dr. Brettenthaler unzutreffend, wonach beim Wegfall einer ärztlichen Hausapotheke, der Arzt keine Notfall-Medikamente mehr zu Hausbesuchern mitnehmen kann. Dazu ist der Arzt sogar verpflichtet. Schon jetzt führt aber der Arzt bei Hausbesuchen die Hausapotheke nicht im "Wohnwagen" mit sich.

Die Apothekerkammer stellt somit fest: Der VfGH hat das Gesetz liberalisiert. Eine weitere Änderung, wie vom geschäftsführenden Vizepräsidenten der Ärztekammer gefordert, ist sachlich, also im Interesse der Arzneimittelversorgung der Bevölkerung, nicht notwendig und auch nicht im Sinne des Erkenntnisses der Verfassungsrichter.

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