Ost-Mediziner forschen in Wien Know-how-Transfer für Klinische Forschung - Fortschritt schneller beim Patienten - Stipendien-Programm vorgestellt

Wien (OTS) - Intensivmediziner aus Tschechien, der Slowakei,
Ungarn und Slowenien sollen künftig enger in der internationalen Forschung mitarbeiten. "Die Kollegen dort sind hochqualifiziert", erklärte Prof. Michael Zimpfer, Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Anästhesiologie und Intensivmedizin in Wien. Es fehle aber die Erfahrung mit internationalen klinischen Studien, und "wer an an solchen Studien nicht teilnimmt, der ist von der medizinischen Forschung abgeschnitten", so Prof. Zimpfer. Diese Erfahrung können vielversprechende Intensivmediziner jetzt im Rahmen eines Forschungsstipendiums in Wien sammeln. Das Stipendienprogramm hat Prof. Zimpfer an seinem Institut mit Unterstützung der Baxter-Allegiance-Stiftung ins Leben gerufen. Jährlich werden neun "Baxter-Allegiance-Stipendiaten" für einen je viermonatigen Forschungsaufenthalt ausgewählt.

"Bei der Ausstattung mit intensivmedizinischer Technik sind wir in Ungarn heute fast auf dem gleichen Stand wie Österreich", berichtete Dr. Szaba Diószeghy von der Semmelweis-Universität (Budapest) jetzt anläßlich der Vorstellung des Stipendienprogramms (24. März 1998). Dr. Diószeghy wird im Juni als Baxter-Allegiance-Stipendiat nach Wien kommen. Einen "enormen Nachholbedarf" sieht Notfall-Arzt Diószeghy dagegen beim Know-how der wissenschaftlichen Planung und Durchführung von großen Forschungsvorhaben, insbesondere wenn sie als "multizentrische Studien" die enge Zusammenarbeit mit internationalen medizinischen Einrichtungen erfordern.

"Mit dem Forschungsaufenthalt in Wien kann ich einen Teil dazu beitragen, um Ungarn enger an den internationalen 'wissenschaftlichen Blutkreislauf' anzuschließen", so Diószeghy. Damit würden die medizinischen Einrichtungen seines Landes zum medizinischen Fortschritt weltweit beitragen, zugleich würden neue Verfahren schneller für Patienten verfügbar. Für Wien hingegen, so Prof. Zimpfer, sei das Stipendienprogramm ein weiterer Schritt zur Positionierung des Standortes als ein international führendes medizinisches Zentrumgerade für die benachbarten Staaten des ehemaligen Ostblocks. "Wir haben die große Chance, an die Tradition der Wiener medizinischen Schule anzuknüpfen und unsere guten Beziehungen zu den Nachbarstaaten auch auf wissenschaftlichem Gebiet auszubauen.".

Das auf drei Jahre angelegte Stipendienprogramm wurde von der Baxter-Allegiance-Stiftung mit über zwei Millionen Schilling unterstützt. "Ein Hauptziel der Stiftung ist es, den Zugang von Patienten zum medizinischen Fortschritt zu fördern. Das Fellowship, das Prof. Zimpfer initiiert hat, bringt diesen Fortschritt zu den Patienten in den beteiligten Staaten", sagte Patricia Morgan, die Geschäftsführerin der Stiftung, bei der Vorstellung des Stipendien-Programms.

Baxter ist ein weltweit vertretenes Medizintechnik- und Pharmaunternehmen. Seit der Übernahme der Immuno-Gruppe 1997 ist Baxter einer der größten forschenden Arzneimittelhersteller Österreichs. Allegiance ging 1996 als eigenständiges Unternehmen aus Baxter hervor. In Österreich wird Allegiance weiterhin von Baxter vertreten.

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