Messenhauser oder Bomben auf Venedig

Riess-Uraufführung im St.Pöltner Stadttheater

St.Pölten (NLK) - Das Theater der Landeshauptstadt St.Pölten
lädt für Samstag, 4. April, zu einer Welturaufführung: Der Autor Erwin Riess schrieb ein Schauspiel mit dem Titel "Messenhauser
oder Bomben auf Venedig", das sich mit den Auswirkungen der Revolution des Jahres 1848 in Europa auf Venedig beschäftigt. Die Revolution war gescheitert, in Wien regierte der junge Franz
Joseph mit absolutistischen Ambitionen, der Aufstand in Ungarn
wurde niedergeschlagen, nur mehr das von den Habsburgern unter Feldmarschall Radetzky eingeschlossene Venedig hielt die Fahne der Revolution hoch. Vor diesem Szenario spielt das Stück von Erwin Riess, der historische Vorgänge eindrucksvoll dramatisiert. Der erste Bombenangriff der Weltgeschichte - von Fesselballons abgeworfen - soll zur Beschießung der Stadt eingesetzt werden, der abgängige Leutnant Uchatius verkündet schließlich im Arsenal die Vereinigung Europas.

Der Autor ist als freier Schriftsteller tätig und studierte in Wien Politik- und Theaterwissenschaften. Zehn Jahre lang
redigierte er die kulturpolitische Zeitschrift "Der Streit" und
war wissenschaftlicher Referent für behindertengerechtes Bauen im Wirtschaftsministerium. Sein Theaterstück "Kurruzzen" wurde 1996
im Rahmen des Donaufestivals und im Wiener Volkstheater uraufgeführt. Das jetzt im Stadttheater St.Pölten realisierte neue Thaterstück zur Revolution 1848 wurde vom Stadttheater in Auftrag gegeben. Riess arbeitet an dem weiteren Auftragsstück, "Die Wunderheilerin", das im August 1998 uraufgeführt werden soll.

Unter der Regie von Peter Wolsdorff spielen Jella Jost, Julia Koschitz, Manfred Dungl, Thomas Freudensprung und andere, die Ausstattung stammt von Friedrich Despalmes.

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