Gastgewerbe verwahrt sich gegen Pauschalverdächtigungen

Offener Brief an Finanzminister Rudolf Edlinger - Hinterleitner: "Anschuldigungen unfair und allzu billig"

Wien (PWK) - Das österreichische Gastgewerbe setzt sich mit Nachdruck gegen jede Pauschalverdächtigung zur Wehr. Der von Finanzminister Rudolf Edlinger gegenüber manchen Medien geäußerte Vorwurf, das Gastgewerbe treffe eine wesentliche Schuld an den rückläufigen Staatseinnahmen im Bereich der Umsatzsteuer, wird als völlig haltlos zurückgewiesen. ****

In einem an den Finanzminister gerichteten offenen Brief verwahren sich die Spitzenrepräsentanten der Gastronomie aus allen Bundesländern gegen derart unpassende Behauptungen. Vor allem in diesen Monaten, in denen viele Gastwirte - bedingt durch die Verunsicherung der Gäste nach Einführung der neuen Alkoholgrenze im Straßenverkehr - beträchtliche Umsatzrückgänge hinnehmen müssen, erscheine es "unfair und allzu billig, das Gastgewerbe in der Öffentlichkeit global als Steuerhinterzieher an den Pranger zu stellen", heißt es in dem vom Vorsteher des Fachverbandes Gastronomie, Komm.Rat Helmut Hinterleitner, an den Finanzminister gerichteten Brief.

Es sei andererseits erstaunlich, daß das Finanzministerium die von der Wirtschaftskammer kommenden Vorschläge zur Erhöhung des Steueraufkommens bis jetzt nicht aufgegriffen hat. Bereits mehrmals wurde, wie seinerzeit berichtet, darauf hingewiesen, daß durch eine korrekte Überprüfung der Festveranstaltungen ("Zeltfeste"), von Vereinen und Körperschaften öffentlichen Rechts relativ mühelos größere Einnahmen erschlossen werden könnten.

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