Gewerbeverein: Kein Mogel-EURO

Wien (OTS) - , Der Österreichische Gewerbeverein steht voll zum EURO. Allerdings zu einem EURO, der anläßlich der Zulassung den Konvergenzkriterien entspricht. Nur so kann man von einem starken EURO ausgehen.

Merkwürdig ist, daß plötzlich elf Länder die Maastrich-Kriterien erfüllen.

Sehr merkwürdig ist etwa die Situation Deutschlands: Seit 1991 zahlte es im Monat Dezember stets bis zu fünf Milliarden D-Mark an die EU; ausgerechnet im Dezember 1997 wurde Deutschland aber ein Plus von einer halben Milliarde aus Brüssel verbucht!

Deutsche Experten vermuten auch, daß Rechnungen, die die deutsche Bundesregierung 1997 hätte begleichen müssen, erst 1998 bezahlt wurden!

Sehr umstritten ist der französische Trick: Im Zuge der Privatisierung der France Télécom wurden 1997 etwa 80 Milliarden Schilling auf die Staatskonten überwiesen. Gleichzeitig verpflichtete sich die französische Regierung, künftig die Renten der Télécom-Mitarbeiter zu bezahlen. Ohne diese kreative Buchhaltung wäre die französische BIP-Difizitquote 3,5 Prozent.

Der Österreichische Gewerbeverein fordert daher unseren Finanzminister auf, sehr wachsam dem statistischen Amt der EU, Eurostart auf die Finger zu schauen, wenn die Konvergenzkriterien überprüft werden.

Einen EURO mit Partnern einzugehen, die sich diesen Zugang erschlichen haben, lehnt der Österreichische Gewerbeverein ab. Noch dazu, wo wir davon ausgehen, daß sich Österreich bei der Errichtung der Konvergenzkriterien vollkommen korrekt verhalten hat.

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