Unterrichtsministerium feiert 150 Jahr-Jubiläum KORREKTUR ZU OTS0109 Ut.: Gehrer: Auch im nächsten Jahrtausend die erste Adresse für Bildung

Wien (OTS) - Das Unterrichtsministerium begeht am Montag, dem 23. März, sein 150 Jahr-Jubiläum. Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer feiert mit allen Mitarbeitern des Ministeriums diesen Anlass mit einem Chorkonzert in der Minoritenkirche am 24. März. Eingeladen sind auch die "ehemaligen Mitarbeiter" und Vorgängerminister Erhard Busek, Rudolf Scholten, Hilde Hawlicek, Herbert Moritz, Helmut Zilk, Fred Sinowatz, Leopold Gratz und Alois Mock. ****

Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer: "150 Jahre später ist das Unterrichtsministerium mehr denn je das Zukunftsressort, der Wegbereiter an der Schwelle zu einer neuen Zeitenwende. Auch im nächsten Jahrtausend wird der Minoritenplatz die erste Adresse für Bildung in Österreich sein."

Das Jahr 1848 war eine Zeitenwende: In Wien herrschte Metternich mit absolutistischer Macht. Doch der Weg in ein modernes Zeitalter war unaufhaltsam, wenn auch schmerzhaft. Wenige Meter vom Minoritenplatz entfernt demonstrierten Studenten und Professoren für Wahlrecht, Presse- und Lernfreiheit. Die März- Revolution scheiterte zwar vorerst, legte aber den Grundstein für ein neues Bewusstsein:
Bildung ist Zukunft, Wissen ist Macht. Am 23. März 1848 wurde von Kaiser Ferdinand das "Ministerium des öffentlichen Unterrichts" gegründet. Während viele Errungenschaften dieser ersten Revolutionstage wieder verschwanden, blieb das damals neu eingerichtete Ministerium bis zum heutigen Tag bestehen.

DIE MINISTER

Ministerin Elisabeth Gehrers ist die 63. Ministerin im Amt seit 1848. Der erste Minister war Franz Freiherr von Sommaruga, ehemaliger Lehrer und Erzieher von Kaiser Ferdinand. In dieser Zeit wurden die Fundamente für eine grundlegende Neugestaltung des österreichischen Schulwesens gelegt.

Unter den zahlreichen bekannten Namen aus der österreichischen Geschichte finden sich auch Persönlichkeiten, die die Bildungsgeschichte unseres Landes besonders geprägt haben:

Leo Graf Thun-Hohenstein (1849-1860), der die Grundstrukturen des geltenden Schulsystems festlegte; Heinrich Drimmel (1954-1964), dessen Schulorganision für die Zweite Republik auch heute noch Bestand hat. Fred Sinowatz (1971-1983) war der Minister mit der längsten Amtszeit in der jüngeren Geschichte, in dessen Ministerjahre das derzeit geltende Schulunterrichtsgesetz entstanden ist.

Mit Heinrich Srbik (1929-1930) und Anton Rintelen (1926 und 1932-1933) eröffnet die Liste allerdings auch einen Blick auf die wechselvolle Geschichte der ersten Republik und macht klar, dass eine persönlich individuelle Vernetzung zwischen den Perioden 1918-1938 und 1938-1945 bestehen konnte, die nicht ohne Schuld blieb.

Die Amtsinhaber des Unterrichtsressorts in der Zweiten Republik in chronologischer Reihenfolge:

Felix Hurdes (1945-52), Ernst Kolb (1952-54), Heinrich Drimmel (1954-64), in dessen Amtszeit die neuen Schulgesetze von 1962 beschlossen wurden, Theodor Piffl-Percevic (1964-69), Alois Mock (1969-70), Leopold Gratz (1970-71), Fred Sinowatz (1971-83), Helmut Zilk (1983-84), Herbert Moritz (1984-87), Hilde Hawlicek (1987-90), Rudolf Scholten (1990-94), Erhard Busek (1994-95) und Elisabeth Gehrer (ab 1995). (Fortsetzung)

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