Wiener Liberale stellen Forderungen für eine frauengerechte Verkehrssituation vor

Hack: "Öffentliche Räume müssen frauengerecht gestaltet werden!"

Wien (OTS) "Obwohl zwei Drittel der Frauen in Wien alle Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Rad erledigen, ist die Verkehrsplanung männlich dominiert. Dem entsprechend wird die Wiener Verkehrssituation den Bedürfnissen der Frauen nicht immer gerecht", so heute die Planungssprecherin der Wiener Liberalen Mag. Michaela Hack anläßlich einer Pressekonferenz.

Frauen bewältigen im täglichen Leben durchschnittlich kompliziertere und längere Wegeketten als Männer. Aus diesem Grund werden Frauen auch häufiger von Hindernissen, wie zu schmalen Gehsteigen, Stufen und unattraktiven öffentlichen Verkehrsmitteln behindert.

Die von Hack geforderte Umgestaltung von Haltestellen und stufenlose Einstiege in alle öffentlichen Verkehrsmittel, so auch in Schnellbahnen, käme nicht nur den Frauen, sondern auch älteren und behinderten Menschen zu gute. Außerdem, so Hack weiter, wünsche sie sich aufklappbare Sitze bei den Kinderwagenabstellplätzen, Stauraum und Haltegriffe zum Aufhängen von Einkaufstaschen und Gepäck.

Darüber hinaus könnte das Sicherheitsgefühl von Frauen, die Öffis benützen, durch die Ausstattung von U-Bahnwaggons mit Gegensprechanlagen zum Fahrer oder zu Überwachungsstellen im Falle einer Belästigung wesentlich erhöht werden. Solche Notruf- oder Gegensprechanlagen könnte im ersten und letzten Waggon nachgerüstet werden, bei Neuanschaffungen sollte dies aber dem Standard entsprechen, forderte Hack.

Ein weiter Punkt der Liberalen ist die Beleuchtung des öffentlichen Straßenraumes. Tatsache sei, so Hack, daß in Wien die Beleuchtung meist in der Mitte der Straße angebracht wurde, dadurch würden Gehsteige in der Nacht nur sehr ungenügend ausgeleuchtet. Dies sei vor allen für Frauen ein ernstes Problem. Diese Aspekte sollten bei Straßenum- und -neubauten verbindlich beachtet werden.

Der Umstand, daß die Fahrspuren für Autos immer gleich breit seien, der "Rest" dann für Radwege oder Gehsteige übrigbleibe, wurde von der Liberalen Planungssprecherin heftig kritisiert. Sie forderte die Beachtung einer Mindestbreite für Gehsteige.

Der flächendeckende Ausbau von Radverkehrsanlagen in ganz Wien sei ein wichtiger Punkt der Verkehrsplanung als Voraussetzung für eine sichere Benutzung der Radwege auch mit Kindern. Hack strich hervor, daß immer noch eine Bewilligung bei Kinderanhängern für Fahrräder in Wien nötig sei. Diese Kinderanhänger sollten allgemein in der Straßenverkehrsordnung geregelt werden. "In anderen Bundesländern werden solche Anhänger für einen sicheren Transport von Kleinkindern sogar gefördert. Wien muß wenigstens die Behinderung durch den bürokratischen Aufwand der Bewilligung abschaffen", meinte Hack abschließend.

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