Haager: Absolute Konfusion der VP in Sachen Kinderbetreuung

Unhaltbare Versprechen und Diskriminierung der Arbeitnehmerinnen

St. Pölten, (SPI) - Während LHStv. Liese Prokop sich mit unhaltbaren Versprechungen aus der Verantwortung der
Familienpolitik verabschiedet, führt VP-Abg. Lembacher einen politischen Richtungskampf auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen
und ihrer Familien. Nichts anders ist es zu erklären, daß Prokop die Schaffung von zusätzlich 1000 neuer Plätze in Kleinkindergruppen verspricht, andererseits ihre Parteifreundin Lembacher der Kleinkinderbetreuung eine klare Absage erteilt "Wickelkinder hätten im Kindergarten nichts verloren", so die VP-Abgeordnete. Und zusätzliche 5000 Tagesmütter innerhalb von 5 Jahren - ein weiteres leeres VP-Versprechen - ist wohl mehr Traumvorstellung als ein funktionierendes politisches Konzept", kritisiert die ÖGB NÖ-Frauenvorsitzende, Christine Haager, die VP-Familienpolitik.****

"Während es eineinhalb Jahrzehnte gedauert hat, um knappe 1.600 Tagesmütter in NÖ zusammenzubringen (was die Hälfte aller österreichischen
Tagesmütter bedeutet), diskriminieren VP-Politikerinnen die Kindergartenhelferinnen mit der Anzweifelung ihrer Ausbildung. Während mit dem Projekt der "Flying Nannies" eine Rückkehr in die Zeit der "bürgerlichen Häuser" eingeleitet wird, wo sich nur wenige, wie Großbauern und Unternehmer, eine Betreuung leisten konnten, bleiben die Frauen auf der Strecke, die nach der Kinderpause wieder in den Beruf eintreten wollen und sich ihr Betreuungsangebot nicht verordnen, sondern gerne selbständig aussuchen wollen", so Haager weiter.

Damit stehen viele Gemeinden vor der Problematik, den Bedarf an Betreuungseinrichtungen nicht decken zu können, da es allein die letzten eineinhalb Jahrzehnte gebraucht hat, die heutigen 1.600 Tagesmütter zu erreichen. Somit setzt die VP NÖ ihren Kulturkampf auf dem Rücken der Frauen und ihrer Familien fort, ohne die Konsequenzen auch nur annähernd abschätzen zu können. Nicht nur werden immer mehr Frauen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt, auch die Einkommenssituation ihrer Familien wird immer mehr verschlechtert.

"Gefragt ist ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Kinderbetreuungseinrichtungen, ein entsprechendes Eingehen auf die vorliegende Bedarfssituation und eine Förderung von berufstätigen Frauen. Das von der VP NÖ praktizierte Schielen auf parteipolitische Einflußphären und der Verfolgung einer politisch motivierten Zurückdrängung der Frauen vom Arbeitsmarkt, ist kontraproduktiv und enttarnt den Kurs der Familienpolitik der VP
NÖ als bloße Machtpolitik auf Kosten der Frauen und ihrer Familien", schloß Haager.
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