AK Benzinpreis-Analyse: Massive Preiskonzentrationen in Österreich

Hohes Preisniveau - Wirtschaftsminister muß endlich eingreifen

Wien (OTS) - Es gibt wieder stärkere Preiskonzentrationen bei
den Benzinsorten und auch das Preisniveau ist gestiegen. Das zeigt eine Ende Jänner durchgeführte Benzinpreis-Erhebung der AK Wien von 1.685 Tankstellen in ganz Österreich. Für die AK ein Indiz mehr, daß der Wettbewerb überhaupt nicht funktioniert. Die AK fordert daher den Wirtschaftsminister zum xten-Mal auf, endlich seinen Pflichten zur Preisaufsicht und zur Schaffung der unbedingt notwendigen Preistranparenz nachzukommen. ****

Zwischen den Tankstellen herrscht kaum Wettbewerb, die Preiskonzentrationen haben wieder zugenommen. So verlangen rund
drei Viertel der Tiroler Tankstellen den selben Preis für Diesel, Normalbenzin, Eurosuper und Super plus. In Salzburg sind es knappe 70 Prozent. Das zeigt die neueste Benzinpreis-Erhebung der AK Wien von Ende Jänner. Erhoben wurden die Treibstoffpreise von 1.685 Tankstellen in ganz Österreich. Bundesweit findet sich die höchste Preiskonzentration bei Super plus: 58 Prozent der österreichischen Tankstellen verlangen für einen Liter 12,10 Schilling. Eurosuper geben 38 Prozent der Tankstellen um 11,55 Schilling pro Liter ab, und Diesel ist bei 41 Prozent der Tankstellen um 9,05 Schilling
pro Liter zu haben. Im Vergleich zur AK-Oktober-Erhebung haben die Preiskonzentrationen deutlich zugenommen.

Österreichweit gibt es Preisunterschiede bei Diesel bis zu 20 Prozent, so die AK Benzin-Erhebung. Bei Eurosuper betragen die Preisdifferenzen zwischen den niedrigsten und den höchsten Preisen 17 Prozent und bei Super plus 14 Prozent.

"Konzentrierte" Tiroler
Aus der AK Benzinpreis-Analyse geht ferner hervor, daß fast drei Viertel der Tiroler Tankstellen für Eurosuper 11,55 Schilling pro Liter verlangen. Knapp gefolgt von Salzburg, wo 70 Prozent der Tankstellen 11,55 Schilling pro Liter veranschlagen. Die Hälfte
der burgenländischen Tankstellen gibt Eurosuper um 11,55 Schilling pro Liter ab. In Wien kostet ein Liter bei 15 Porzent der Tankstellen 11,50 Schilling.

Auch bei Diesel ist die stärkste Preiskonzentration in Tirol zu beobachten: Drei Viertel der Tankstellen verlangen 9,05 Schilling pro Liter. 9,05 Schilling kostet der Liter in Salzburg bei 70 Prozent der Tankstellen und in Wien bei rund einem Viertel der Tankstellen.

Die Hälfte der österreichischen Shell- und OMV-Tankstellen verlangt für einen Liter Eurosuper 11,55 Schiling. Bei etwas weniger als der Hälfte der AGIP-Tankstellen (46 Prozent) und der ESSO-Tankstellen (44 Prozent) kostet ein Eurosuper-Liter 11,55 Schilling. Wettbewerbsfreudiger sind die Diskonter: 12 Prozent
geben Eurosuper um 11,55 Schilling pro Liter ab.

Bei Diesel ist die Situation ähnlich: Bei 59 Prozent der Aral- und bei 56 Prozent der OMV-Tankstellen können Konsumenten einen Liter um 9,05 Schilling abzapfen. Die Hälfte der Agip-, Esso- und Shell-Tankstellen verlangt ebenfalls 9,05 Schilling. Die Diskonter sind wiederum am flexibelsten: 13 Prozent geben Diesel um 9,05
Schilling ab.

Wettbewerbsmüde Tankstellen aufwecken
Die Ergebnisse dieser AK Benzinpreis-Untersuchung zeigen im Vergleich zur Oktober-Erhebung, daß das Preisniveau gestiegen ist und sich die -konzentrationen im gesamten Bundesgebiet verstärkt haben. Dies in der jetzigen Situation, in der die Produktenpreise
in Rotterdam um ca 20 Prozent und das Rohöl um fast die Hälfte im Vergleich zum Vorjahresmonat billiger wurde, ist das Vorgehen der Mineralölfirmen für die Konsumenten unzumutbar. Der Wirtschaftsminister muß endlich etwas unternehmen, fordert die AK. Es solle seinen Pflichten zur Preisaufsicht und zur Schaffung der unbedingt notwendigen Preistransparenz nachkommen. Die AK fragt
auch wieder einmal nach, wie es um die Liste der jeweils zwanzig billigsten und teuersten Tankstellen pro Bundesland in Österreich steht?

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