Wayss & Freytag AG: Teil II

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Die weiteren Einzelheiten der
Kapitalmaßnahmen sowie der Termin der vorgezogenen ordentlichen Hauptversammlung - voraussichtlich 19. Mai 1998 - werden auf einer in den nächsten Tagen stattfindenden weiteren Aufsichtsratssitzung der Wayss & Freytag AG festgelegt. Mit den Kapitalmaßnahmen wird ein aus Verlusten und Vorsorgemaßnahmen bestehender Jahresfehlbetrag von ca. DM 360 Mio. bei der Wayss & Freytag AG kompensiert und das bisherige Eigenkapital von DM 120 Mio. auf DM 200 Mio. aufgestockt. Mit dem geplanten Umbau sollen Synergien zwischen Wayss & Freytag und den anderen Gesellschaften der HBG-Gruppe mobilisiert werden. Die Firmenformation entwickelt sich zu einem europäischen Bauverbund mit den Kernländern Niederlande, England und Deutschland. Um hierfür alle Ressourcen effizient einsetzen zu können, müssen möglichst einheitliche Strukturen sowie übergreifende Verbindungen und Informationssysteme aufgebaut werden. Für die Wayss & Freytag AG bedeutet dies die konsequente Ausrichtung auf eine Spartenorganisation, in der die Kompetenzen im SF-Bau und Ingenieurbau separat gebündelt werden.

Diese neue Struktur läßt eine reibungslose Koordination mit den Tochtereinheiten der HBG-Gruppe zu. Gesamtleistung auf dem Niveau des Vorjahres Die Gesamtleistung der Wayss & Freytag- Gruppe im Geschäftsjahr betrug 1997 rd. DM 3.014 Mio. Damit wird das Niveau des Vorjahres (DM 3.043 Mio.) erreicht. Der Anteil der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften liegt mit DM 1.342 Mio. bei rd. 45 Prozent der Gesamtleistung.

Das Inlandsgeschäft in Höhe von DM 2.283 Mio. (minus 11 Prozent) ist durch die schwere Strukturkrise der deutschen Bauwirtschaft gekennzeichnet. Zur Minimierung des durch den Preisverfall bestehenden Risikos sah sich Wayss & Freytag daher zu einer restriktiven Hereinnahme von Aufträgen gezwungen. Im Inland lag der Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr bei DM 2.596 Mio. (minus 18 Prozent). Zuwächse im internationalen Geschäft Dagegen ist das internationale Geschäft im Berichtsjahr 1997 mit einem Plus von 52 Prozent kräftig gewachsen. Damit konnte der Anteil an der Gesamtleistung von 16 Prozent im Jahre 1996 auf 24 Prozent im Jahre 1997 erheblich gesteigert werden. Der Auftragsbestand hat sich auf DM 1.529 Mio. erhöht. Im baunahen Geschäft wurden im Zuge der Konzentration auf Kernkompetenzen und angesichts der sich verschlechternden Marktverhältnisse Marktfelder aufgegeben. Erfolgreiche Bereiche werden in das Geschäftsfeld Bau Inland integriert.

Die Bauleistung in Höhe von DM 242 Mio. (plus 9 Prozent) entspricht einem Anteil an der Gesamtleistung von 8 Prozent. Im Geschäftsfeld Projektentwicklung blieb die Leistung mit DM 143 Mio. weit hinter den Erwartungen zurück. Der Auftragsbestand der Gruppe zum 31. Dezember 1997 betrug DM 3.216 Mio. (minus 11 Prozent). Daraus ermittelt sich ein durchschnittlicher Arbeitsvorrat für die Wayss & Freytag-Gruppe von rd. 13 Monaten. Mit Ablauf der Jahres 1997 beschäftigte die Wayss & Freytag- Gruppe 7.822 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (minus 1 Prozent). Im Inland ging die Zahl der Beschäftigten um 12 Prozent auf 5.034 zurück, im Ausland stieg sie um 29 Prozent auf 2.788 an. Eine weitere personelle Straffung, insbesondere bei der Hauptverwaltung in Frankfurt am Main ist vorgesehen. Mit einer weiteren Optimierung der Geschäftskosten sieht der Vorstand damit alle Voraussetzungen erfüllt, um in 1998 zumindest ein ausgeglichenes Bilanzergebnis zu erwirtschaften.

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