Wayes & Freitag AG 1

Frankfurt (ots-Ad hoc-Service) - Wayss & Freytag AG amtlich notiert an den Wertpapierbörsen Frankfurt am Main und Berlin Kapitalmaßnahmen bei Wayss & Freytag unterstützen die Restrukturierung Frankfurt am Main / Teil I

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Aufgrund der bei der
gegenwärtigen Aufstellung des Jahresabschlusses 1997 zu berücksichtigenden Umstände und vorzunehmenden Bewertungen wird die Wayss & Freytag AG, Frankfurt am Main, eine Restrukturierung seiner Bilanz und seiner Kapitalausstattung anstreben. Infolge der noch schwieriger gewordenen Wettbewerbsbedingungen auf dem deutschen Baumarkt, diese bewirkt durch eine Vielzahl von Insolvenzen im Subunternehmerbereich und durch einen von Billiglohnanbietern aus ganz Europa ausgehenden Preisverfall und Margendruck, sowie wegen fehlgeschlagener Verkäufe von Beteiligungsgesellschaften und Projekten, sind anläßlich der Aufstellung des Jahresabschlusses Abwertungen bei vorhandenen Grundstücken erforderlich und weitere Vorsorgemaßnahmen im Debitorenbereich sowie für laufende Rechtsstreitigkeiten zu treffen, die im weiteren Zusammenhang mit den Verlusten des Vorjahres die Restrukturierung der Bilanz und Kapitalausstattung erforderlich machen.

Zudem muß sich das Unternehmen mit Maßnahmen zur Reorganisation auf eine weiterhin schwierige Baukonjunktur in Deutschland einstellen. Maßnahmen werden derzeit in Zusammenarbeit mit dem Hauptaktionär der Hollandsche Beton Groep n.v. (HBG) (Rijswijk) sowie externen Beratern (Investmentbank Lazard, Paris, und Boston Consulting Group, München) erarbeitet. Die HBG ist über die Hollandsche Beton Groep (Deutschland) GmbH, Göttingen, als Großaktionär mit 74,128 % an der Wayss & Freytag AG beteiligt. Um für diese Maßnahmen der Zukunftssicherung die notwendigen Kapitalgrundlagen zu schaffen, wird der Vorstand der Gesellschaft dem Aufsichtsrat sowie der Hauptversammlung den Weg einer vereinfachten Kapitalherabsetzung gemäß §§ 229 ff. AktG mit gleichzeitiger, auf das Geschäftsjahr 1997 rückwirkender Kapitalerhöhung sowie die Begleitmaßnahme einer weiteren Zuzahlung des Hauptaktionärs in das Eigenkapital vorschlagen. Vorstand und Aufsichtsrat der HBG haben am gestrigen Abend beschlossen, die in Aussicht genommenen Kapitalmaßnahmen als Hauptaktionär zu tragen und die Zuzahlung zu leisten. Die Maßnahmen werden bei der Wayss & Freytag AG zu einer Rekapitalisierung in Höhe von ca. 440 Mio. DM führen. Die dargestellten Maßnahmen erfordern die Einberufung einer außerordentlichen bzw. vorgezogenen Hauptversammlung.

Es ist beabsichtigt, das derzeit bestehende Grundkapital von nominal DM 62 Mio. mit 1.240.000 Inhaberaktien auf DM 6,2 Mio. herabzusetzen. Dazu wird der Nominalwert von derzeit DM 50,00 pro Aktie auf DM 5,00 herabgesetzt. Auf diese Weise wird den Kleinaktionären die Möglichkeit eingeräumt, weiterhin Aktionär der Gesellschaft zu bleiben. Kapitalerhöhung auf 74,4 Millionen Mark Der Kapitalherabsetzung folgt eine Kapitalerhöhung auf ein neues Grundkapital in Höhe von nominal DM 74,4 Mio. mit dann insgesamt 14.880.000 Aktien im Nennwert von je DM 5,00. Die neuen 13.640.000 Inhaberaktien werden von einer deutschen Bank mit der Verpflichtung gezeichnet, sie den bisherigen Aktionären zum Bezug anzubieten. Jede Aktie berechtigt zum Bezug von 11 jungen Aktien. Es ist ein Ausgabekurs von DM 26,50 je Aktie vorgesehen (Ausgabekurs 530 Prozent). Der Hauptaktionär wird sich der Bank gegenüber unwiderruflich verpflichten, sämtliche neu herausgegebenen Aktien zu übernehmen, falls von dem Bezugsrecht kein Gebrauch gemacht werden sollte.

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