Auer: ÖVP gegen die Chancengleichheit der Frauen

VPNÖ schießt weiter scharf gegen den Ausbau der Kinderbetreuung

St. Pölten, (SPI) - "Die Bocksprünge der VP-Politik in Bezug auf Familie und Kinderbetreuung haben nun wohl endgültig eine Klarstellung erfahren. Wenn sich eine offizielle VP-Kandidatin in einem Schreiben an die NÖ Kindergärtnerinnen gegen den weiteren Ausbau der Nachmittagsbetreuung, gegen die flexiblere Gestaltung
der Öffnungszeiten und strikt gegen attraktivere Gestaltung der Nachmittagsbetreuung ausspricht, so kann das wohl nur mehr als Kniefall vor der VP-Doktrin "Frauen zurück an den Herd" verstanden werden. Die VP-Kandidatin, Elisabeth Luhn aus Baden, hat mit ihrem Schreiben erstmals klar und deutlich die VP-Politik in Sachen Kinderbetreuung dargelegt und die tagtäglichen Jubelmeldungen
ihrer eigenen Parteifreunde als Lippenbekenntnisse entlarvt",
stellt die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Helene Auer, heute fest.****

"Als absoluter Hohn muß es aber bezeichnet werden, wenn Luhn die Ausbildungszeit für Kindergartenhelferinnen im Ausmaß von 90 Stunden kritisiert und offensichtlich als zu gering betrachtet. Während Kindergartenhelferinnen (Helferinnen - keine Kindergärtnerinnen) also 90 Stunden benötigen, dürfen Tagesmütter mit bereits 30 Stunden Ausbildung und jährlich 20 Stunden Weiterbildung ihre Tätigkeit ausführen. Die ÖVP mißt hier nicht nur mit zweierlei Maß, sondern sie diskriminiert eine ganze Berufsgruppe zur Durchsetzung ihrer politischen Zielsetzungen zur ausschließlichen Forcierung einer Betreuungsart", so Auer weiter.

"Daß immer mehr Mütter eine attraktivere Gestaltung der Nachmittagsbetreuung und eine flexiblere Gestaltung der Kindergartenöffnungszeiten wollen, ist der VP-Politik offensichtlich egal. Auch daß sie den Müttern damit die Chancen am Arbeitsmarkt verbauen und ihren Familien ein besseres Einkommen, berührt die VP-Politik offensichtlich wenig. "Im Gegenteil sollten die Betreuungseinrichtungen ausgebaut werden und somit Wiedereinsteigerinnen eine wirkliche reale Chance gegeben werden, nach der Kinderpause wieder in den Arbeitsmarkt einzutreten.
Diesen Herausforderungen werden sich die Sozialdemokraten stellen
- aber auch vehement gegen die konservative Familienpolitik und
ihre Experimente auftreten", schloß Auer.
(Schluß) fa

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