Dirnberger: Zahnärzte als Taxifahrer sind zu teuer

ÖAAB tritt für Zahnkronen aus Kassenambulatorien ein -flächendeckender Ausbau der Ambulatorien gefordert

Wien (OTS) - "Es gibt sehr viele arme Zahnärzte", stellt heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) fest. Bei diesen Ärzten handelt es sich um jene, die z.B. als Taxifahrer arbeiten müssen, weil ihre Standesvertretung ausgrenzt und ihnen keine Möglichkeit gibt, zu ordinieren. Das gilt natürlich nicht nur für Zahnärzte, sondern für alle fertigen Mediziner. Es ist unverantwortlich, daß die mit öffentlichen Geldern ausgebildeten Ärzte dann untätig auf der Straße herumstehen müssen.

Deshalb fordert Dirnberger: "Erstens bin ich dafür, daß jeder Arzt einen Rechtsanspruch auf einen Kassenvertrag hat und nicht die Ärztekammer entscheidet, welcher ihrer jungen Kollegen einen bekommt oder nicht. Denn neue Kassenärzte werden derzeit von der Ärztekammer mehr als "Eindringlinge" denn als Verbesserung der medizinischen Versorgung gesehen. Zweitens trete ich dafür ein, daß in den Zahnambulatorien der Krankenkassen künftig festsitzende Zahnersätze, Zahnkronen angefertigt werden dürfen. Deshalb sind flächendeckend Zahnambulatorien zu eröffnen und in den Ambulatorien verstärkt Zahnärzte anzustellen".

ÖAAB-Initiative stoppt den Zahntourismus

Dirnberger geht davon aus, daß es bei der Behandlung der 55. ASVG-Novelle im Parlament zu keinen Problemen mehr kommen wird. Dirnberger: "Die beiden Regierungsparteien treten dafür ein, daß Zahnersätze künftig in Ambulatorien gefertigt werden dürfen. So hat dies z.B. der ÖAAB auf seinem Bundestag schon 1996 gefordert und beschlossen". Mit der Möglichkeit, Kronen auch in Ambulatorien fertigen zu lassen, sollen die Zahnärzte gezwungen werden, Kronen endlich zu erschwinglichen Preisen anzubieten. "Der Zahntourismus ins Ausland - wegen der hohen Preise bei heimischen Zahnärzten - muß ein Ende haben, damit die Arbeit im Inland bleibt", verlangt Dirnberger abschließend.

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AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger,
Tel.: 01/58 883-706

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