Moped: Theoretische Prüfung ist zu wenig KfV fordert auch praktische Mopedausbildung

Wien (OTS) - Im Zuge der Diskussion rund um das Moped-Alter
fordert das Kuratorium für Verkehrssicherheit neuerlich - so wie auch der ÖAMTC - die zusätzliche Einführung einer verbindlichen praktischen Fahrausbildung und -prüfung zur Erlangung des Mopedausweises.

Voraussetzung für die Erlangung des Mopedausweises ab 16 ist derzeit lediglich das Ablegen einer theoretischen Prüfung. Das enorme Risiko, dem Jugendliche auf dem Moped ausgesetzt sind, spricht deutlich für eine verpflichtende praktische Ausbildung und auch für eine praktische Prüfung. Auch durch die Unfallbilanz 1997 wird diese Forderung unterstrichen: Mit 57 Mopedtoten 1997 stieg deren Zahl gegenüber 1996 um 21,3 Prozent an. Auch bei den Verletzten nach Mopedunfällen kam es mit 4.045 Personen im Vergleich zu 1996 zu einer Steigerung um 13,4 Prozent. Darüber hinaus trug 1997 ein Viertel aller Mopedtoten keinen Helm!

Unabhängig vom Alter erfordert der Umgang mit dem nachgewiesenermaßen gefährlichsten Verkehrsmittel zum mindesten eine fundierte theoretische und praktische Ausbildung und Prüfung. Das Risiko, mit dem Moped tödlich zu verunglücken ist - bezogen auf die Fahrleistung - neunmal so hoch wie beim Pkw und 180 mal so hoch wie beim Autobus. Bei der praktischen Mopedausbildung sollte besonders auf Bremsübungen, auf Gleichgewichtsübungen und auf Techniken des Kurvenfahrens für einspurige Kfz eingegangen werden.

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